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Der Schorenhoger erhält eine Schlaufe

Dank eines Kredites von 70 000 Franken wird auf den Parkplätzen beim Stadion Schoren ein Wendeplatz für Ortsbusse gebaut. Die Zeit drängt: Bis am 13. Dezember muss er fertig sein.

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Solothurner Zeitung

Julian Perrenoud

Die Parkplätze neben der Eishalle Schoren waren bisher vielen Autofahrern ein Graus - weil sich, zumindest wenn es regnete, der Kieselsteinbelag in eine hellbraune Sosse verwandelte. Genau hier entsteht ein neuer Buswendeplatz. Und damit die Chauffeure mit ihrem Bus nicht im Dreck stecken bleiben, wird diese Schlaufe geteert. Einsprachen gingen beim Regierungsstatthalteramt keine ein. Die Baubewilligung ist bloss noch Formsache. Das ist auch besser so, denn viel Zeit bleibt der Stadt nicht mehr: Am Sonntag, 13. Dezember, startet der neue Fahrplan, und mit ihm erhält das hiesige Busnetz ein anderes Gesicht (siehe Update).

Die Schlaufe in Schoren wird aus einer Fundations- und Tragdeckenschicht hergestellt. Der Kredit dafür beläuft sich auf 70 000 Franken. Die Linie 14 soll in einem Zug verkehren, der Bus, ohne rückwärts zu fahren, wenden können. Er kann im 30-Minuten-Takt via Schoren-Pintli, Wiesenstrasse und Tell bis nach Lotzwil Unterdorf pendeln, wo ebenfalls ein Wendeplatz entsteht. Schoren wird damit zu einer Endstation.

In Stein gemeisselt ist nichts

Laut Stadtplaner Franz-Josef Felder lässt sich damit das Bussystem verfeinern und entflechten. Die Regiobusse bedienen keine Quartiere mehr - dafür sorgt der Ortsbus. Da der Thunstetter-Bus die Haltestellen in Schoren also nicht mehr länger anfährt, muss diese Aufgabe die Linie 14 übernehmen. Für Felder ist es kein Problem, dass der Bus nicht mehr am Bahnhof hält: «Von der Wiesenstrasse bis dorthin ist es ja nicht mehr weit. Wir haben mit dieser Massnahme Abstriche in Lotzwil und Schoren verhindern können.» Grundsätzlich werde mit der Linie 14 der öffentliche Verkehr optimiert. Das neue Busnetz sieht Felder aber nicht «in Stein gemeisselt»: «Nichts kann unbeständiger sein, als eine Buslinie.»

Zurück nach Schoren. Dort galt es für die Planer des Wendeplatzes nämlich ein Problem zu lösen: Von September bis März dominiert in der Eishalle der Hockeysport. Die Parkplätze rund ums Stadion braucht es wie früher. Deshalb werden die Busse an Matchtagen nicht auf der Schlaufe wenden, sondern direkt durch den Schorenwald via Wiesenstrasse zurück ins Zentrum fahren (unbedient bleiben so die Haltestellen Pintli und Ochsen). An gewöhnlichen Tagen hingegen gilt auf dem neuen Wendeplatz ein Parkverbot.

Haltestellen neu ausrüsten

Eine weitere Herausforderung stellen für die Stadt und die Regionale Verkehrskonferenz Oberaargau (RVK) die einzelnen Haltestellen dar: Diese zeitgemäss auszustatten, fliesst laut Felder in das Projekt des neuen Stadtbussystems mit ein. Die Aare Seeland mobil (asm) zählt regelmässig ihre Fahrgäste. Das Ergebnis daraus erhält auch die Stadt, die deshalb genau weiss, welche der Haltestellen stark frequentiert sind - und welche nicht. Die Stadt plant, alle Stationen einheitlich erscheinen zu lassen. Grössere - falls bis jetzt noch nicht vorhanden - sollen ein Wartehäusschen, eine Sitzbank und einen Papierkorb erhalten. Schwächer genutzte, wie etwa die beim Schoren-Pintli, werden bloss mit einem Halteschild und gegebenenfalls einer Bank versehen. Die Planer kommen damit einem Postulat nach, in dem die Grünliberale Partei Langenthal (GLP) diesen Frühling forderte, alle gedeckten Haltestellen seien mit Sitzbänken auszurüsten. Der Stadtrat überwies das Postulat Ende Juni.

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