An der Abgeordnetenversammlung des Regionalplanungsverbandes Wynental (Repla) in Gontenschwil diskutierten die Delegierten aus den zwölf Verbandsgemeinden eingehend über die Fortführung des Projektes «Erzähltal».

Dieser Kultur-Event war über das Bettagswochenende 2009 mit Erfolg und grosser Beteiligung seitens der Bevölkerung durchgeführt worden. Zu reden gab weniger der Inhalt der Veranstaltungen als die Finanzierung. OK-Vertreter Ruedi Weber, Menziken, erklärte, dass ein Weiterführen des «Erzähltals» nur dann infrage komme, wenn die Finanzierung zum Voraus sichergestellt sei. Weber fügte an, dass nebst einem Sockelbeitrag von den Repla-Gemeinden auch Sponsoren und Stiftungen mithelfen sollten. «Bei der Sponsorensuche zeigt sich, dass die Angefragten immer wissen möchten, ob das Projekt auch im nächsten, im übernächsten Jahr weitergeführt werde.»

Sockelbeitrag gewünscht

Die organisierende Gruppe des «Erzähltals» wünschte vom Gemeindeverband einen Sockelbeitrag von jährlich 20000 Franken für die nächsten drei Jahre. Sukkurs bekamen sie in der Diskussion von Renate Gautschy, Gemeindeammann Gontenschwil. «Das entspräche einem Beitrag von knapp einem Franken pro Einwohner.» Allerdings äusserten sich Votanten auch kritisch zum «Erzählttal»: «Ich sähe lieber etwas für jüngere Leute», war ein Argument. Bei der Mehrheit jedoch überwogen das «Wir-Gefühl» und der Wille, etwas für das Zusammengehen der Bevölkerung zu tun. Für Aktuar Thomas Meier war das «Erzähltal» bewusst als so genannter Leuchtturm gewählt worden, «es passt gut in das Regionale Entwicklungskonzept» (REK). Der Reinacher Gemeindeammann Martin Heiz votierte, «ein Zeichen zu setzen». «Wir sollten als Gemeindeverband beschliessen, dass die Repla-Gemeinden für die nächsten drei Jahre je 20000 Franken ins Budget stellen.» Mit 13 Ja gegen
5 Nein stimmten die Abgeordneten zu. Weber dankte für die Diskussion und den Entscheid.

Umsetzung des REK im 2010

Aus 35 Vorschlägen hat eine Kommission acht Prioritäten für die Bearbeitung im Jahr 2010 ausgewählt. Der Repla will zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Seetaltourismus fördern. Ebenso sollten die Dorfkerne verschönert werden, sodass attraktive Begegnungsräume entstünden. Eine Arbeitsgruppe wird sich weiter mit der Umsetzung des Pflegegesetzes beschäftigen. Besonderes Thema ist der Einsatz für den Erhalt des Spitals Menziken. Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Industriegebietes Moos in Reinach/Leimbach will der Repla zur Versachlichung beitragen und ihre Anliegen einbringen.

Vorstand bleibt bis zum Schluss

Der achtköpfige Vorstand des Repla unter der Leitung von Maurice Perrinjaquet ist in globo bestätigt worden. Er wird die Geschäfte des Verbandes noch bis Ende Jahr führen. Dann kommt es zum Zusammenschluss der beiden Vereine Repla Wynental und Aargau Süd (Wirtschaftsförderverein). (psi)