Crispino Bergamaschi

Der neue FHNW-Chef heisst Crispino Bergamaschi

Der Fachhochschulrat Nordwestschweiz wählte den Aargauer Ingenieur Crispino Bergamaschi zum Direktionspräsidenten. Er folgt auf Richard Bührer, der Ende Jahr in den Ruhestand tritt.

Hans Fahrländer

Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat einen neuen Direktionspräsidenten: Als Nachfolger des Ende Jahr in den Ruhestand tretenden Richard Bührer wählte der Fachhochschulrat den Aargauer Elektroningenieur Crispino Bergamaschi.

Bergamaschi ist im Freiamt aufgewachsen. Er ist sozusagen ein Beweis dafür, dass die Durchlässigkeit im Schweizer Bildungswesen funktioniert. Als «Secondo» in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, absolvierte er zunächst eine Lehre als Elektromechaniker. Danach nahm er ein Ingenieurstudium an der HTL Brugg-Windisch auf und wechselte nach erfolgreichem Abschluss an die ETH Zürich.

1994 promovierte er zum Dr. sc. techn. 1995 wurde er dann zum Professor für Mikroelektronik an der damaligen Fachhochschule Aargau (FHA) gewählt, 1999 wurde er deren Direktor für Forschung und Entwicklung. Den Prozess, wie nach der Jahrtausendwende aus der FHA auf teils schmerzlichen Umwegen die FHNW wurde, erlebte er von aussen: als Rektor der Hochschule für Technik und Architektur in Luzern.

Nun kehrt der 47-jährige Vater zweier Töchter und Musikliebhaber zurück - an einen sehr anspruchsvollen Posten. Die vierkantonale FHNW umfasst insgesamt 9 Hochschulen an heute noch 15 Standorten. Bergamaschi muss den von Richard Bührer begonnenen «kulturellen Einigungsprozess» weiterführen und die Standortreduktion auf insgesamt vier Campus-Schwerpunkte in Basel, Muttenz, Olten und Windisch vorantreiben. Dass der neue Chef Ingenieur ist, hat hoffentlich Signalwirkung: Die Hochschule für Technik hat immer noch Plätze frei.

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