Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Ganz neue Erfahrungen macht Familie Brader in Australien, der nächsten Etappe ihrer Weltreise. Einzigartige Pflanzen, kuriose Tiere und Sommer im Dezember.

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Australische Tiere

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Evelyne Brader

Die Braders Eine Familie, die ein ganzes Jahr zusammen auf Weltreise geht, ist speziell, keine Frage. Chef-Weltreisender ist Vater Reto, 44. Er arbeitete bereits längere Zeit im Ausland, unter anderem für Hewlett Packard im kanadischen Edmonton, wo auch die beiden Söhne zur Welt kamen. Reto ist Ingenieur der Elektrotechnik und führt einen MBA-Titel. Zuletzt hat er als General-Manager den Marktaufbau für Pixelmetrix in Europa und Asien geleitet.Mutter Evelyne, 38, ist Künstlerin und Galeristin und kommt aus Würenlos. Sie ist ausgebildete Bildhauerin und verkuaft ihre Arbeiten über führende Galerien.Andrin feierte seinen 13. Geburtstag auf der Queen Mary 2. Er steht auf Robbie Williams, Mr. Bean und Spongebob.Roman ist mit 11 das jüngste Familienmitglied, findet den kleinen Nils toll und spielt selber gerne Fussball - oder auch mal eine Schneeballschlacht.Die Reise kann auf verschiedenen Kanälen mitverfolgt werden: auf a-z.ch schreibt Evelyne Brader exklusiv von ihrer Reise. Und auf ihrer Website publizieren die Braders viele Fotos - und je ein persönliches Tagebuch.

Die Braders Eine Familie, die ein ganzes Jahr zusammen auf Weltreise geht, ist speziell, keine Frage. Chef-Weltreisender ist Vater Reto, 44. Er arbeitete bereits längere Zeit im Ausland, unter anderem für Hewlett Packard im kanadischen Edmonton, wo auch die beiden Söhne zur Welt kamen. Reto ist Ingenieur der Elektrotechnik und führt einen MBA-Titel. Zuletzt hat er als General-Manager den Marktaufbau für Pixelmetrix in Europa und Asien geleitet.Mutter Evelyne, 38, ist Künstlerin und Galeristin und kommt aus Würenlos. Sie ist ausgebildete Bildhauerin und verkuaft ihre Arbeiten über führende Galerien.Andrin feierte seinen 13. Geburtstag auf der Queen Mary 2. Er steht auf Robbie Williams, Mr. Bean und Spongebob.Roman ist mit 11 das jüngste Familienmitglied, findet den kleinen Nils toll und spielt selber gerne Fussball - oder auch mal eine Schneeballschlacht.Die Reise kann auf verschiedenen Kanälen mitverfolgt werden: auf a-z.ch schreibt Evelyne Brader exklusiv von ihrer Reise. Und auf ihrer Website publizieren die Braders viele Fotos - und je ein persönliches Tagebuch.

Wie sich Schnee anfühlt habe ich schon beinahe vergessen, dafür ist meine Kopfhaut trotz regelmässigem Duschen mit einer leichten Sandschicht bedeckt und ich rieche permanent nach Sonnencreme. Die Strände sind wundervoll. In wenigen Tagen beginnen die Sommerferien (6 Wochen Schulferien bis Ende Januar) und es ist nicht mehr ganz so einfach ein ruhiges Plätzchen am Strand zu finden und auch die günstigen Unterkünfte sind eher rar gesät.

Ich wurde am Telefon heute Morgen von meiner Mutter gefragt: „Habt ihr auch schon etwas Weihnachtsstimmung?" Was soll ich sagen? Ich bin daran gewohnt, dass es zur Weihnachtszeit draussen kühl ist, kein Laub auf den Bäumen hat und ich mich warm anziehen muss. Interessanter Weise scheinen weihnachtlich geschmückte Schaufenster und Einkaufsstrassen mich vom Weihnachtszauber nur anzustecken, wenn oben genannte Konditionen herrschen. An der Dekoration fehlt es hier in Australien nämlich nicht. In der Mitte der Strandbar, wo sich die Bikinistarlets und die Beachbeaus am kühlen Drink erfrischen, steht ein üppig geschmückter Weihnachtsbaum, von den Strassenlaternen grinst einem Santa Claus auf dem Surfbrett entgegen und am Autoradio spielt ‚Jingle Bells'.

Ich frage mich, ob es mich in Weihnachtsstimmung versetzten würde, wenn ich mich für ein Weilchen im dicken Pulli vor die Klimaanlage setzten würde?

Auch an den Weihnachtsfarben Rot und Grün fehlt es nicht. Die Pflanzen sind grün, und das Rot liefern die zahlreichen Touristen am Strand. Die Aufklärung betreffend Hautkrebs und Melanom ist hier in den Medien omnipräsent. Australien hat die weltweit höchste Hautkrebsrate und so überrascht es schon ein wenig, dass man überall Sonnenhungrige sieht, die sich nicht richtig vor den Sonnenstrahlen schützen. Rotgebrannt wenden sie sich von einer Seite auf die andere - wohl um das Rot gleichmässig auf der Oberfläche verteilt zu bekommen. Mir schmerzen der Rücken respektive die Oberschenkel schon nur vom Zuschauen.

Gehört gerötete Haut für die Australier genauso zum Sommer, wie für mich kühle Temperaturen zur Weihnachtszeit?