Der Fricker Raubsaurier gibt sein Filmdebüt

Das Sauriermuseum Frick präsentiert einen Film über den Sensationsfund von 2006 Im Dokumentarfilm geht es vor allem um die Ausgrabung und die Präparation des Raubsauriers.

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Dino

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Aargauer Zeitung

Nadine Böni
Es war die Sensation schlechthin: Im Frühling 2006 wurde in der Tongrube in Frick das Skelett eines Raubsauriers entdeckt. Rund 200 Millionen Jahre alt ist der Saurier - und er ist der erste Raubsaurier, dessen Überreste in der Schweiz entdeckt wurden. Fast vier Jahre nach dem Fund kommt nun ein Dokumentarfilm über den Sensationsfund auf die Leinwand. Der rund 20-minütige Film wird im Fricker Sauriermuseum in zwei Aufführungen vorgestellt. Eingebettet sind die Vorführungen in eine Museumsführung mit Schwerpunkt auf dem Raubsaurier.

Ausgrabung und Präparation

«Der Film zeigt eigentlich die ganze Geschichte des Fundes», sagt Monica Rümbeli, Leiterin des Sauriermuseums Frick. Sie und ihr Mann Robert Rümbeli hätten den Film «in Privatinitiative» realisiert, erklärt Monica Rümbeli: «Wir wollten diesen doch sehr speziellen Fund filmisch dokumentieren.» Als «Herzblut-Saurier-Fan» bezeichnet Rümbeli sich und ihren Mann, und der Film sei ein weiterer Liebesbeweis.

Mit der Kamera hat Monica Rümbeli sowohl die Ausgrabungen in Frick als auch die Präparation des Raubdinoskeletts begleitet. «Ich habe das Material gesammelt», sagt sie. Ihr Mann Robert Rümbeli hat sich anschliessend um den Filmschnitt gekümmert. «Er ist wochenlang in der Freizeit vor dem Computer gesessen und hat das richtige Material ausgewählt und zusammengeschnitten», erzählt Museumsleiterin Rümbeli. Das Ganze sei ein riesiger Aufwand gewesen, «aber es hat sich gelohnt».

Detaillierte Erklärungen

Entstanden ist ein Dokumentarfilm über den sensationellen Raubdinofund im Fricktal. «Der Film ist auf den Fund des Raubdinosauriers fokussiert und speziell für Leute gemacht, die sich für dieses Thema interessieren», erklärt Monica Rümbeli. Sie empfehle den Film nicht unbedingt für kleine Kinder: «Es wird wirklich viel detailliert erklärt. Unter anderem kommt auch der Präparator zur Sprache.» Ältere Kinder und Erwachsene können im Film aber einiges über die Geschichte des Fundes erfahren. «Der Film gibt Einblick in meine Arbeit», sagt auch Paläontologe Ben Pabst, der die Ausgrabungen in Frick geleitet hat.

Die Filmvorführungen finden am Donnerstag, 28. Januar, und Mittwoch, 3. Februar, jeweils um 19.30 Uhr im Sauriermuseum Frick statt. Sie dauern etwa eine Stunde. Anmeldung unter 062 871 53 83.