Der Flugplatz ist sehr beliebt

Im Sommer 1967 konnte offiziell Einweihung gefeiert werden

Drucken
Teilen
Der Flugplatz ist sehr beliebt

Der Flugplatz ist sehr beliebt

Der im Dezember 1947 gegründeten Sektion Fricktal des Aeroclubs der Schweiz gehört der Flugplatz Schupfart. Er ist Standort für die Motorfluggruppe Fricktal, die Segelfluggruppe Fricktal sowie die Segelfluggruppe beider Basel an. Der Verband ist für den Unterhalt und die Verwaltung des Flugfeldes, Restaurants mit Büro- und Schulungsräumen, Hangar, Tankanlage, Kinderspielplatz und Campingplatz verantwortlich. Unter den Flugbegeisterten gewann der Platz in den vergangenen Jahren an Beliebtheit, nicht zuletzt wegen optimaler Anflugmöglichkeiten auf dem kleinen Hochplateau zwischen Schupfart und Wegenstetten. Nachdem die Motorflugzeuge über immer leisere Motoren verfügen, gehören massive Lärmbelastungen der Vergangenheit an.

Bis Pfingsten 1965 betrieb die Sektion auf dem Sisslerfeld einen Flugplatz. Als die Roche immer mehr Grundstücke – teilweise über Mittelsmänner – zusammenkaufte, um neue Produktionsstätten anzusiedeln, waren die Tage gezählt. Segel- und Motoflieger mussten sich nach einem neuen Standort umsehen und wollten in jedem Fall auch im Fricktal bleiben. Zunächst galt ein Feld zwischen Wallbach und Möhlin als Option, doch dann bot sich Schupfart an. Bis die Finanzierungsfragen geklärt waren, ging einige Zeit ins Land. Die Verhandlungen mit der Ortsbürgergemeinde verliefen recht schwierig. Das gesamte Pistenareal auf dem «Tägertli» mit 600×100 Metern konnte nicht gekauft werden, dennoch kam die Realisierungsphase. Rund 1,7 Millionen Franken kostete das Projekt, wovon die Sektion immerhin 1,3 Millionen als Eigenkapital einbrachte. Am 6.November 1966 erteilte das Eidgenössische Luftamt die Betriebsbewilligung, im Sommer darauf entwickelte sich dann reger Flugbetrieb.

Noch heute geniesst die Ausbildung in Schupfart hohen Stellenwert, doch hatte der Flugplatz einst noch eine andere Bedeutung. In einer Chronik zur Einweihung 1967 stand, dass jährlich «zwischen 40 und 50 Burschen in militärischen Vorkursen fliegerisch ausgebildet werden». Es gab noch einen anderen Aspekt: «Als Zollflugplatz dient er vor allem der süddeutschen Leichtfliegerei.» Der militärische Aspekt rückte allmählich in den Hintergrund, geblieben ist die Fliegerei als geschätzte Freizeitbeschäftigung. (ach)

Aktuelle Nachrichten