Jugenfeuerwehr Baden
Der Feuerwehr geht der Nachwuchs nicht aus

«Ich war einer der 17 Knaben, die vor 20 Jahren zur Crew der ersten Jugendfeuerwehr in der Deutschschweiz gehörten», sagt Rico Renold stolz. Und er ist ihr bis heute treu geblieben, als Leiter der Jugendfeuerwehr Baden und Organisator des 20-Jahr-Jubiläums.

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Jugendfeuerwehr Baden

Jugendfeuerwehr Baden

Stadtanzeiger Baden

Carolin Frei

«Mein Grossvater war bei der Feuerwehr, mein Vater stand in ihrem Dienste und so war es nur logisch, dass ich eines Tages auch dazugehören würde», sagt Rico Renold. Dass dies bereits mit 12 Jahren möglich würde, war dann doch eine kleine Überraschung für ihn. «Als mich mein Vater fragte, ob ich bei der neu gegründeten Jugendfeuerwehr mitmachen möchte, war ich sofort Feuer und Flamme», erinnert sich der 32-Jährige.

Diese Leidenschaft ist bis heute nicht erloschen. Als Leiter der Jugendfeuerwehr organisiert er - zusammen mit den Kollegen der «grossen» Feuerwehr - 12-mal jährlich verschiedene Übungseinsätze für die 22 Jugendlichen. Geübt wird nicht etwa mit «Kindermaterial», sondern mit den Gerätschaften der «Grossen».

Ob nun eine Leiter gestellt, Schläuche verlegt oder Menschen gerettet werden müssen, all dies üben die 15 Buben und 7 Mädchen genau gleich wie die Grossen. Auch die Theorie ist dieselbe, wenn auch kinderfreundlich gehalten.

Sogar die Kleidung entspricht der der Erwachsenen. «Sie tragen die gleichen Stiefel, Handschuhe, Helme und Arbeitskleidung wie wir. Einzig der Brandschutzanzug fehlt, weil die Jugendlichen ja nicht zu echten Einsätzen aufgeboten werden», sagt er.

Um die einzelnen Trainings möglichst attraktiv zu gestalten, kommen nicht nur unterschiedliche Geräte zum Einsatz, sondern es werden auch mal Rettungen aus Autos oder aus dem Wasser (selbstverständlich im Schwimmbad) geübt. «Die Kleineren haben vor allem am wuchtigen roten Feuerwehrauto den Plausch, bei den Grösseren steht dann schon die Freude am Helfenkönnen im Vordergrund», sagt Rico Renold.

An Nachwuchs mangelt es der Feuerwehr in Baden nicht, auch wenn noch ein paar Plätze bei der Jugendfeuerwehr zu haben wären. Denn das Ziel der Jugendfeuerwehr ist natürlich primär, den Nachwuchs in den eigenen Reihen zu sichern - was in Baden wunderbar gelingt.

Am 29. Mai - als feierlicher Höhepunkt des 20-Jahr-Jubiläums - werden sich die Aargauer Jugendfeuerwehren und eventuell auch ein paar ausserkantonale in drei Disziplinen messen: Retten, Löschen und Plausch. Natürlich ist auch die Bevölkerung eingeladen, sich diese Wettkämpfe anzuschauen. Zudem wartet ein attraktives Rahmenprogramm auf die grossen und kleinen Besucher. So werden unter anderem Harrassenstapeln, ein Gumpischloss, eine Mohrenkopfschleuder sowie eine kleine Festbeiz geboten.

www.feuerwehr-baden.ch

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