Louis Probst

Das Knallen ist verhallt; die Scheiben sind eingezogen; die roten Fähnchen und die schwarzen Kellen definitiv weggestellt. Geschossen wird auf der Schiessanlage Remigen seit Jahren nicht mehr. Das Schützenhaus steht zwar noch. Der Scheibenstand und der Kugelfang jedoch sind vor Jahren rückgebaut gebaut und das Gelände ist rekultiviert worden. Inzwischen hat aber eine Untersuchung ergeben, dass beim Rückbau des Kugelfanges nicht das gesamte mit Blei belastete Erdreich entfernt worden ist. Höchstwahrscheinlich war das belastete Material einfach mit dem Trax verstossen und damit auch das Blei sozusagen fein verteilt worden.

«Sanierungsbedürftiges Gebiet
Gemäss Untersuchung weist das Erdreich im Bereich des einstigen Kugelfanges einen mittleren bis starken Bleigehalt auf. Der Bleigehalt pro Kilogramm Erdreich liegt zwischen 234 und 3213 mg. Das fragliche Gebiet - das sich in der Landwirtschaftszone befindet und das der Ortsbürgergemeinde Remigen gehört - gilt daher als «sanierungsbedürftig».

Der Gemeinderat Remigen hat mittlerweile ein Sanierungsprojekt in Auftrag gegeben. Gegenwärtig liegt das Projekt öffentlich auf. Es sieht im Wesentlichen vor, auf einer Fläche von rund 700 Quadratmetern das Erdreich bis in eine Tiefe von 80 Zentimetern abzutragen. Der belastete Untergrund wird mit einem Vlies abgedeckt. Und auf diesem Vlies werden wieder drei Schichten Erdreich aufgebaut. Das belastete Material wird - je nach dem Grad der Belastung - entweder einer Inertstoff- oder einer Reaktordeponie zugeführt oder aber, bei einer Belastung von mehr als 2000 mg Blei pro

Kilo, einer Wäsche unterzogen.

Die Kosten für die Sanierung des Kugelfanges werden sich gemäss den Angaben zum Projekt zwischen rund 85 000 und knapp 120 000 Franken bewegen. Der finanzielle Aufwand für die Sanierung geht zulasten der Einwohnergemeinde.