Sins

Der Bahnhofplatz wird zur Begegnungszone

Der neue Bahnhofvorplatz passt gut zum Sinser Dorfbild und soll als Begegnungszone dienen.	(Bild: Cornelia Bisch)

Bahnhof

Der neue Bahnhofvorplatz passt gut zum Sinser Dorfbild und soll als Begegnungszone dienen. (Bild: Cornelia Bisch)

Nach einer langwierigen Planungsphase wurde der Umbau des Sinser Bahnhofareals in kurzer Zeit realisiert. Im Rahmen eines Platzfestes mit Flohmarkt, einem Infostand der SBB und dem Jugendmobil wurde die neu gestaltete Begegnungszone eingeweiht.

Cornelia Bisch

Wer bei Regenwetter am Bahnhof Sins die Unterführung benützen oder am Automaten ein Ticket lösen will, kann dies künftig trockenen Hauptes tun. Ein grossflächiges, ovales Dach schützt die Reisenden, die allgemein grosszügiger gestaltete und gegen die Gleise hin mit Trennwänden abgegrenzte Unterführung erhöht die Sicherheit. Eine von frisch gepflanzten Bäumen gesäumte Sitzbankgruppe lädt zum Verweilen ein. Neben der Billettausgabe verfügt die zentrale Automatenstelle über ein öffentliches Telefon, einen Snack- und einen Fotoautomaten.

Wc und Velounterstände

Die typische Lichtstele, das Markenzeichen der SBB, weist von der gegenüberliegenden Strassenseite auf das Bahnhofareal hin. Eine gepflegte öffentliche Toilette steht den Reisenden zur Verfügung und vier Velounterstände bieten genügend Platz für eine sichere Unterbringung der Fahrräder. Die sanfte Korrektur des Strassenverlaufs wertet den Platz zusätzlich auf, sodass eine einladende Begegnungszone entstanden ist. Die Grundlage dazu ist im gemeindlichen Verkehrsrichtplan geschaffen worden. Als Blickfang in der Strassenbiegung stehen inmitten eines schmucken, begrünten Steingärtchens drei Fahnenstangen, an denen die Orts-, Kantons- und Schweizer Fahne flattern. Der Umbau wurde von den SBB und der Gemeinde Sins gemeinsam finanziert.

Gelungenes Bauwerk

Anlässlich eines Einweihungsfestes am vergangenen Samstag bedankte sich Gemeinderat Andreas Villiger im Namen der Gemeinde bei den SBB-Verantwortlichen für das gelungene Bauwerk und für die Berücksichtigung der lokalen Unternehmen bei dessen Realisierung. Die Bauleute hätten perfekte Arbeit geleistet, und dies in einem Bruchteil der Zeit, die für die Planung aufgewendet worden sei. «Das Dach sieht fast aus wie ein Finger, der sowohl in die weite Welt hinaus zeigt als auch auf das Dorf Sins weist», sagte Villiger. Es sei sehr wichtig für die Gemeinde, über einen guten Anschluss ans öffentliche Verkehrsnetz zu verfügen. Der Gemeinderat sprach die früher oft störende Unordnung rund um das Bahnhofareal an. «Es wäre schön, wenn wir dies nun in den Griff bekämen und das Umfeld des neu gestalteten Bahnhofs erhalten könnten», betonte er.

Es sei gelungen, eine ansprechende, sichere Anlage zu bauen, damit das Zugreisen zum Vergnügen werde, sagte Hugo Inglin, Projektmanager Infrastruktur der SBB. «Ich hoffe, dass der Platz den Leuten Freude bereitet und sie vermehrt den Zug benützen werden.» Er kündigte an, dass ab Dezember 2010 sämtliche Züge direkt nach Lenzburg und Aarau verkehren würden und das Umsteigen in Othmarsingen entfallen werde.

Attraktives Platzfest

Die Gemeinde begrüsste die Festgäste mit einem feinen Apéro der Freiämter Buurechuchi. Bei einem Glas erfrischender Bowle konnte man sich mit SBB-Angestellten über Zugverbindungen und Tarife unterhalten. Auf die ersten 50 verkauften Mehrfahrtenkarten gewährten die SBB eine Preisermässigung.

Der Verein Kreativ 77 hatte einen Flohmarkt organisiert, der eine grosse Auswahl an Kleidern, Spielsachen und mehr bot. Ein Zauberer-Paar überraschte die kleinen Platzfestbesucher zudem mit magischen Tricks und lustigen Ballonfiguren.

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