Bär

Der bärenstarke Nachwuchs zeigt sich

Mehr als ein Kurzauftritt war es nicht: Am Samstagnachmittag haben sich die im Dezember geborenen Jungtiere im Berner Bärenpark zum ersten Mal im Freien gezeigt – keine Minute dauerte die Aktion. Dann hat Mutter Björk ihre Kleinen wieder zurück in die Höhle der Bärenanlage geführt.

Auch am Sonntag und Montag haben die Jungtiere etwas frische Luft geschnuppert. Erst vor gut einer Woche wurde bekannt, dass Björk während ihres abgeschwächten Winterschlafs Nachwuchs zur Welt gebracht hat. Noch können die Tierparkverantwortlichen das Geschlecht der Jungen nicht bestimmen. «Dazu müsste man die Mutter narkotisieren, was nicht sinnvoll wäre», sagt Marc Rosset, Kurator des Tierparks. Da es sich beim Wurf einer Bärin jedoch meist um ein Pärchen handelt, stehen die Namen schon fest: Berna und Urs heissen die rund 30 Zentimeter grossen und 3,5 Kilogramm schweren Bären.

Vater Finn darf vorerst nicht in die Nähe seines Nachwuchses. Da Bären keine Vatergefühle verspüren, besteht die Gefahr, dass er die Kleinen frisst. Der Zeitpunkt der Geburt ist nicht aussergewöhnlich: Braunbären bringen ihre Jungen stets im Winter zur Welt, auch in der Wildnis. Nach einer Tragzeit von sieben bis acht Monaten gebärt die Bärin während ihres von Wachphasen unterbrochenen Winterschlafs zwei, drei Jungtiere. Die ersten Lebensmonate verbringen die Jungen in der Höhle, wo sie ihre Mutter säugt. Ein Blick in die Geburtshöhle der Berner Bären ist auf www.baerenpark-bern.ch möglich. (mam)

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