Frühlingswetter

Der April war staubtrocken - ideal für viele Bauern

Eine Kuhherde auf einem staubtrockenen Feld im Kanton Bern

Eine Kuhherde auf einem staubtrockenen Feld im Kanton Bern

Die Schweiz blickt auf einen viel zu trockenen April zurück. Im Norden fiel nicht einmal ein Drittel der üblichen Regenmenge. Im Tessin und Süd- und Mittelbünden waren es teils nur 40 Prozent, im Rhonetal, in den Vispertälern und im Hinterrhein nicht mal 10 Prozent, wie SF Meteo mitteilte.

Für die Bauern war das Wetter bisher fast optimal. Sie konnten die Felder bestellen, ohne dass die Traktoren einsanken; das Vieh zertrat die Weiden nicht. "Aber jetzt sollte es unbedingt ausgiebig regnen", erklärte Hans Rüssi vom Schweizerischen Bauernverband auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

"Die Gemüsebauern sind erfreut, arbeiten zu können", doppelte Nicolas Fellay vom Schweizerischen Gemüseproduzentenverband nach. Die idealen Temperaturen und das viele Licht liessen bei Gemüsebauern keine Wünsche offen. Ausserdem seien die meisten Gemüseanbauern dafür eingerichtet, ihre Felder zu bewässern.

Einzig bei den Getreideproduzenten, die auf leichten, sandigen oder kiesigen Böden anbauen, mache sich die Trockenheit bemerkbar, erklärte Rüssi. Hier seien die Kulturen etwas im Rückstand. Aber die derzeitige Trockenheit sei kein Grund, "Katastrophe" zu rufen.

Der April war nicht nur zu trocken, sondern auch zu warm. Die Mitteltemperatur lag ein bis zwei Grad über den langjährigen Erfahrungswerten. Gleichzeitig wurde die Schweiz vielerorts auch von der Sonne verwöhnt: Sie zeigte sich viel häufiger als sonst im April. Und der Sonntag, 25. April geht als erster meteorologischer Sommertag des Jahres 2010 in die Annalen ein mit Temperaturen über 25 Grad.

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