Potenzial
Der Aargau hat Potenzial zur Entwicklung

Bezüglich Standortqualität liegt der Aargau auf dem guten Rang 8. Doch so weit vorne herrscht viel Dynamik. Eine gute Position muss ständig neu erkämpft werden.

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Aargauer Zeitung

Die Aargauer Regierung betreibt eine gezielt wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik. Mit dieser Wachstumsinitiative erreichte sie gemäss jüngstem kantonalem Monitoringbericht zwischen 2005 und 2008 stolze 117 Firmen-Ansiedlungen - mit zirka 2200 zusätzlichen Stel-len. In einem Credit-Suisse-Ranking zur Standortqualität (vgl. Grafik) liegt der Aargau auf dem 8. Rang. Beurteilt werden Indikatoren wie Steuerbelastung, Ausbildung, verkehrstechnische Erreichbarkeit. Interessanterweise resultiert ein ähnliches Bild wie beim NFA-Ressourcenindex.

In den letzten Jahren ist der Aargau von drei Kantonen überholt worden. Darunter OW und NW. Der Grund ist klar: Ihre aggressive Steuerpolitik trägt Früchte. Da können einwohnerstarke Flächenkantone wie Aargau oder Zürich nicht mithalten. Aktuell überholt wurde der Aargau zuletzt von Basel-Stadt (hohe Wertschöpfung in der Pharmaindustrie), weil auch dieser steuerlich attraktiver wurde.

Stärken des Aargaus sind seine im kantonalen Vergleich dank Zuwanderung junge Bevölkerung und seine breite KMU-Landschaft. Umgekehrt führte nach Auskunft des Departements Finanzen und Ressourcen (DFR) das überdurchschnittliche hohe Bevölkerungswachstum aktuell aber zu einem vergleichsweise tieferen Pro-Kopf-Einkommens-Wachstum. Ein Defizit hat der Aargau bei innovativen Wirtschaftssektoren (Pharma, Nachrichtentechnik, medizinische Geräte etc.). Ihr Beitrag ans Wachstum ist im Aargau weit unterdurchschnittlich. Und verbesserungsfähig ist die Beschäftigungsquote von tiefen 42,6 Prozent (Schweizer Durchschnitt 49 Prozent). Es gibt also noch viel zu tun. (MKU)

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