Denkmalwürdig oder nicht?

Denkmalwürdig oder nicht?

Denkmalwürdig oder nicht?

Soll das Sachs-Foyer des Kurtheaters unter Denkmalschutz gestellt werden und damit unantastbar bleiben oder nicht? Mit dieser Frage beschäftigen sich seit längerem sowohl der Kanton als auch die Stadt. Bei der Stadt Baden und in der Projektleitung ist man der Ansicht, dass das Foyer nicht zwingend im Originalzustand bleiben müsse.

An der letzten öffentlichen Orientierungsversammlung zur Zukunft des Kurtheaters im Oktober wurden gewisse Differenzen bezüglich Denkmalschutz offenkundig. So liess der kantonale Denkmalpfleger Markus Siegrist durchblicken, dass der Kanton zur Realisierung des prämierten Projektes «Equilibre» noch nicht Ja gesagt habe.

Kanton und Stadt haben sich laut Regionaljournal Aargau/Solothurn darauf geeinigt, die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege ein Gutachten erstellen zu lassen. Hans-Ulrich Glarner, Leiter Abteilung Kultur beim Kanton, stellt klar, dass es jedoch keinen Zwist zwischen Kanton und Stadt gäbe. Die Erstellung eines Gutachtens werde rasch vonstattengehen und eine Realisierung des Projekts nicht weiter verzögern, ist Glarner überzeugt.

Die Finanzen stehen im Vordergrund

Die Frage des Denkmalschutzes hat auch finanzielle Konsequenzen, denn das Kurtheater steht derzeit lediglich unter kommunalem Schutz, sodass vonseiten Denkmalpflege bei einer Sanierung bzw. einem Umbau keine Unterstützungsgelder zu erwarten sind. Der Kanton kann die Unterschutzstellung anordnen und auch das Sachs-Foyer als unantastbar erklären, sofern die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege zum selben Schluss gelangen würde. Dann wären Denkmalsubventionen zu erwarten.

Das für die Realisierung ausgewählte Projekt für die Erweiterung und den Umbau greift in den architektonisch sensibelsten Bereich des Kurtheaters ein: Das Sachs-Foyer, benannt nach der Architektin Lisbeth Sachs, erhält – integriert in den Umbau – einen andern Ausdruck, bleibt jedoch in seiner Charakteristik erhalten. In Architekturkreisen ist man uneins, was das Sachs-Foyer und dessen Denkmal- bzw. Schutzwürdigkeit betrifft. Im Architekturwettbewerb war dessen Unberührbarkeit eine Vorgabe. Obschon das Projekt der Zürcher Architekten Elisabeth und Martin Boesch diese missachtet hatte, wurde es zum Sieger erkoren. (-rr-)

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