Fricker
«Den Leuten keine Angst einjagen . . .»

Die vollzogenen, die bereits eingefädelten und die geplanten Gemeindezusammenschlüsse in der Region veranlassen Roger Fricker, Präsident der Gemeindeammännervereinigung des Bezirks Laufenburg, sich zu den Fusionen zu äussern.

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Roger Fricker

Roger Fricker

Aargauer Zeitung

Die vollzogenen, die bereits eingefädelten und die geplanten Gemeindezusammenschlüsse in der Region veranlassen den Präsidenten der Gemeindeammännervereinigung des Bezirks Laufenburg,
Gemeindeammann und Grossrat Roger Fricker aus Oberhof, sich Gedanken über die Fusionen zu machen.

«Information ist wesentlich»

Ausschlaggebend seien für ihn gewisse Ausführungen von Gemeinderäten an Gemeindeversammlungen gewesen, die beim Volk schlecht angekommen seien: «Gemeinderäte, die sich mit Zusammenschlussprojekten befasst und solche Vorhaben bereits an den Gemeindeversammlungen diskutiert haben, müssen sich ihrer grossen Verantwortung bewusst sein und sich vorher gut informieren. Den Leuten darf keine Angst eingejagt werden», so der Oberhöfler Gemeindeammann und Grossrat gegenüber der AZ.

«So führt zum Beispiel die Sache mit dem Grundbeitrag immer wieder zu Missverständnissen. Richtig ist, dass mit dem Finanzausgleich im Aargau nichts passiert, auch nach dem Jahr 2018. Denn Gerag, die Gemeindereform Aargau, wurde vom Stimmvolk abgelehnt. Da ist an die verantwortlichen Gemeinderäte zu appellieren, dass sie mit offenen Karten spielen», betonte Roger Fricker weiter.

«Vorlage BEEHZ nicht vors Volk»

Er ist der Meinung, «dass die Vorlage für die Ausarbeitung des Zusammenschlussvertrags der Gemeinden Bözen, Effingen, Elfingen, Hornussen und Zeihen gar nicht an die Gemeindeversammlungen hätte gebracht werden dürfen». Bei BEEHZ käme noch zusätzlich hinzu, dass von den fünf Gemeinden drei im Bezirk Brugg und zwei im Bezirk Laufenburg lägen.

«Das Aargauervolk hat mit der Ablehnung der Gemeindereform, gegen die ich auch gekämpft habe, seinem Willen Ausdruck verliehen, die kleinen Gemeinden auch in Zukunft zu unterstützen. Der Finanzausgleich soll also weiter so gehandhabt werden, wie er heute ist.»

«Abklärungen sorgfältig treffen»

Roger Fricker plädiert dafür, dass Fusionsabklärungen in den Gemeinden deshalb sorgfältig erfolgen müssen und nicht der Eindruck von irgendwelchem Zeitdruck entstehen dürfe. Der Grundbeitrag für jene Gemeinden, die Finanz- beziehungsweise Lastenausgleich beziehen, bleibe im Umfang von 200 000 Franken pro Jahr erhalten.

«Deshalb gibt es diesbezüglich ja gar keinen Grund für die Fusion von kleinen Gemeinden», betonte der Präsident der Gemeindeammännervereinigung des Bezirks Laufenburg weiter, und: «Wenn in den kleinen Orten die Behörden noch immer besetzt werden können, sei es während der Amtsperiode durch Ersatzleute oder bei den Gesamterneuerungswahlen, wie wir sie in diesem Herbst/Winter erlebt haben, muss über einen Gemeindezusammenschluss nicht diskutiert werden. Sollte dies nicht mehr der Fall sein, sieht das selbstverständlich anders aus.» (chr)