GAG

Den Durst nach der Bandbreite löschen

Leistungsfähig: Antennen wie die Parabolspiegel am Grenchner Panoramaweg sichern das Angebot der Gemeinschaftsantennen-Anlage.

Antennenanlage Grenchen

Leistungsfähig: Antennen wie die Parabolspiegel am Grenchner Panoramaweg sichern das Angebot der Gemeinschaftsantennen-Anlage.

Die Gemeinschaftsantennen-Anlage Region Grenchen GAG erreichte letztes Jahr das beste Ergebnis aller Zeiten. Sie will mit modernsten Anschlüssen und unlimitierter Bandbreite den Kundenwünschen entsprechen.

Margrit Renfer

«Schneller surfen, günstiger telefonieren, digitaler Fernsehen.» So heisst ein Werbetext der GAG. 109 Fernseh- und 95 Radiosender können heute digital über die GAG empfangen werden.

«Innert fünf Jahren entwickelte sich unsere GAG mit den fünf Aktionärsgemeinden Bettlach, Grenchen, Lengnau, Pieterlen und Selzach vom reinen Kabel-Analog-Anbieter zum modernen Telekommunikationsanbieter für TV/Radio, Internet und Telefonie. Dies zusammen mit Besonet aus einer Hand», sagt Verwaltungsratspräsident Jürg Kaufmann.

Höhere Erträge beim Internet

An der Generalversammlung im Restaurant Bahnhof in Lengnau präsentierte der Präsident das beste Ergebnis seit der Gründung der GAG. Und dies in einer für die Branche nicht einfachen Zeit. Denn Swisscoms BluewinTV konkurrenziert das Angebot in der Region.

«Dank dem grossen Engagement der gesamten Belegschaft konnten die Zahl der 22 000 Abonnemente gehalten werden», lobt Geschäftsführer Kurt Hohler. Die Erträge stagnierten bei den Betriebsgebühren und stiegen um 17 Prozent beim Internet und der Telefonie.

Mit Investitionen in Technik und damit der Qualitäts- und Quantitätssicherung wird in nächster Zukunft der Durst nach Bandbreite per Glasfaserkabel gelöscht. Bildlich gesprochen wird das Glas mit Dienstleistungen bis in die letzte Wohnung gefüllt. Konkret handelt es sich um 50-Megabiteabonnements inklusive neuem Docsys.3.0/Modem. Mit diesem Service gehört die GAG zu den ersten Anbietern in der Schweiz.

Das Betriebsergebnis

Die GAG erzielte einen Betriebsertrag von 7 Mio. Franken. Für 1,9 Mio. Franken hat sie letztes Jahr investiert, und 1,2 Mio. Franken abgeschrieben. Der Gewinn (vor Steuern) beträgt 227 000 Franken. Die Dividende an die Aktionärsgemeinden beträgt 150 000 Franken.

«Das Eigenkapital mit einem Anteil von nur 5,3% ist ungenügend», sagte Kurt Hohler. Die Bilanzsumme sank durch zusätzliche Abschreibungen, langfristiges Fremdkapital wurde leicht abgebaut. Der innere Wert der GAG soll mit neuen rentablen Diensten und noch voranzutreibenden Netzausbauten und Modernisierungen zunehmen und den Fortbestand des Unternehmens sichern.

Neue Leitung für Rüti und Dotzigen

Das Betriebsgebäude wurde zum Teil renoviert, die neue Telefonanlage mit Direktmarketing und für den Pikettdienst ist in Betrieb. Das Flachdach auf dem Hauptgebäude wird im laufenden Jahr saniert.

«Ohne Werbung läuft nichts», sagen die Verantwortlichen der Firma und planen neben dem mia- Stand weitere Marketingmassnahmen. Lanciert wird eine Beratungslinie für Kunden im Bereich Mobilfunk, eine neue Setupbox für Teleclub-Kunden und spezielle ISDN-Anschlüsse für KMU und Privathaushalte.

Eine Glasfaseranbindung für Dotzigen und Rüti zwecks besserer Leitungsqualität wird gebaut. Das Projekt für den Anschluss von Büren soll weiter vorangetrieben werden. Nicht zu vergessen sind die normalen Wartungs- und Servicearbeiten.

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