Das Ziel ohne Umwege erreichen

Drei Magdener Grossräte haben beim Regierungsrat ein Postulat eingereicht, damit eine neue Buslinie zwischen Rheinfelden, Magden und Sissach geprüft wird.

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Aargauer Zeitung

Catarina Martins

Lange Bus- oder Zugfahrten, umsteigen und zum nächsten öffentlichen Verkehrsmittel rennen, um pünktlich bei der Arbeit oder bei einem Treffen zu sein - wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, kennt die Hektik des Pendler-Alltages. Diese Hektik kennen auch Regula Bachmann (CVP), Roland Agustoni (SP) und Brunette Lüscher (SVP). Alle drei Magdener und Mitglieder des Grossen Rates in Aarau. Wenn sie nach Aarau reisen, müssen sie einen zeitaufwändigen und komplizierten Fahrtweg bewältigen. «Ich brauche manchmal bis zu eineinviertel oder gar anderthalb Stunden von Magden nach Aarau», erzählt Brunette Lüscher. Auch Schüler des Berufsbildungszentrums Lenzburg nehmen die lange Fahrt vom unteren Fricktal ins Seetal auf sich. Vom Fricktal aus könne man zum Beispiel Aarau, Bern oder die Zentralschweiz nur unter grossem zeitlichen Aufwand erreichen, schreibt Regula Bachmann.

Stellung nehmen

Meinungsäusserung Jedes Jahr werden an den Zug- und Busfahrplänen Änderungen vorgenommen, die dem Pendler
eine komfortablere und kürzere Reise ermöglichen sollen. Auf der Website www.fahrplanentwurf.ch haben Pendler noch bis zum 16. Juni die Möglichkeit, ihre
Meinung zum neuen Fahrplanentwurf für die
Fahrplanperiode 2010/ 2011 zu äussern. (cim)

Weniger Umsteigen

Das Problem des langen Wartens und Umsteigens wollen die drei Magdener Grossräte lösen und haben deshalb beim Kanton ein Postulat eingereicht für die Prüfung einer neuen Buslinie Rheinfelden-Magden-Sissach. Im Postulat der drei Grossräte wird der Regierungsrat darum gebeten, in gemeinsamer Arbeit mit dem Kanton Basel-Land «eine Optimierung des Busliniennetzes auf der Strecke zwischen Rheinfelden, Magden und Sissach zu prüfen», wie Regula Bachmann im Postulat erklärt. Das Ziel wäre, die Fahrt zu verkürzen und gleichzeitig für mehr Komfort zu sorgen. Zudem könnte das Quartier Breite in Magden an die neue Buslinie und somit an den öffentlichen Verkehr anschlossen werden. Ein Ziel, das die Gemeinde Magden seit langem verfolgt.

Zusammenarbeit

Morgens und abends seien die Busse meistens so überfüllt, dass die Pendler in Magden gar nicht mehr einsteigen können, erläutert Grossrätin Bachmann im Postulat. Beim Baudepartement ist man in Bezug auf eine neue Buslinie eher skeptisch eingestellt, und man fragt sich, ob sich dies finanziell lohnen würde.

Eine neue Buslinie Rheinfelden-Magden-Sissach ins Leben zu rufen, ist nicht nur ein Anliegen der Magdener. Der Kanton Basel-Land hat ebenfalls Interesse daran, vor allem die Gemeinde Wintersingen im oberen Baselbiet. «Wer zum Beispiel von Wintersingen ins untere Fricktal pendeln muss, hat keine direkte Verbindung. Sie müssen zuerst nach Sissach, wenn sie ins untere Fricktal wollen», weiss Grossrätin Brunette Lüscher. Deshalb hoffen Lüscher sowie ihre Amtskollegen Regula Bachmann und Roland Agustoni, dass die Kommunikation zwischen dem Kanton Aargau und dem Kanton Basel-Land ins Rollen kommt.

Hoffen auf neue Buslinie

Zurzeit wird beim Regierungsrat das Postulat geprüft. «Wenn das Postulat angenommen wird, kommt es vor den Grossen Rat und dort müssten wir dann von neuem kämpfen, damit es angenommen wird», erklärt Brunette Lüscher. Wann und ob es überhaupt eine neue Buslinie geben wird, steht noch in den Sternen. In Magden ist die Einführung einer neuen Buslinie allerdings kein neues Thema. Es wurden schon mehrere Postulate beim Regierungsrat mit der Forderung für eine neue Buslinie eingereicht und wieder abgelehnt.

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