Peter Siegrist

Beat Füglistaler hat sein Amt vor einem Jahr angetreten und sich rasch in die vielen Bereiche eingearbeitet. Über zu wenig Arbeit hatte er sich in den letzten Monaten nie zu beklagen, zu viele Baustellen sind gegenwärtig offen: Personalwechsel, Kostendruck, Optimieren von Abläufen und die weiterführende Planung für den neuen Annexbau.

Nichts Konkretes zugrunde

Gegenüber der AZ geht Füglistaler nicht konkret auf die Gründe ein, die in zu diesem für ihn schmerzlichen Schritt zu kündigen führten. Der Verwaltungsrat teilte mit, dass der Abgang von Füglistaler in Zusammenhang stehe mit dem «vom VR verordneten Sparkurs und entsprechend unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der Erreichung der wirtschaftlichen Ziele». Es sei überhaupt nicht seine Art, eine Arbeitsstelle nach so kurzer Zeit aufzugeben, sagt Füglistaler, aber es sei für ihn persönlich nötig geworden. Sparen sei eine äusserst rationale Angelegenheit, gerade in einem Spital mit den vielen Beteiligten aus verschiedenen Bereichen.

Der abtretende Direktor hält deutlich fest, dass er das Spital nicht im Ärger verlasse, auch von Zwietracht mit dem Verwaltungsrat sei keine Rede.

Im Fokus stehen Projekte

«Das Spital liegt mir am Herzen», sagt Füglistaler. Der Entscheid zum Stellenwechsel sei ihm nicht leicht gefallen, da schwinge auch etwas Enttäuschung mit. Füglistaler betont, dass er sich in den nächsten Wochen noch voll und ganz auf seine Arbeit und die laufenden Projekte konzentrieren werde.

Besonders wichtig sei ihm das Weiterführen des Annexbau- und des Notfallprojektes, das jetzt in eine entscheidende Phase komme. «Ja, und dann haben wir in Menziken tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für sie will ich mich bis zum letzten Arbeitstag einsetzen.»

Füglistaler hat im Januar 2008 die Nachfolge von Daniel Kalberer angetreten. Vor Menziken leitete er die Klinik Sonnenblick in Wettingen und während neun Jahren die Klinik im Park in Rothrist.