Flug MH370
Das sind die Top 5 der mysteriösesten Flugzeugabstürze

Seit fast einer Woche sind die Suchtrupps auf Schiffen, in Flugzeugen und Helikoptern unterwegs, um doch noch eine Spur des Fluges MH 370 der Malaysia Airlines zu finden. Bisher erfolglos. Das einzige Flugzeug, das spurlos verschwindet, ist es nicht.

Noëlle König
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Mysteriöse Flugzeugabstürze
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Egypt Air 990: Offizielle Absturzursache: Ein defekter Höhenmesser. Jedoch gibt es die Theorie, der Co-Pilot habe Selbstmord begangen und das Flugzeug zum Absturz gebracht.
Trans World Airline 800: Nach vier Jahren andauernden Ermittlungen wurde offiziell ein Kurzschluss als Absturzursache genannt. Das Gerücht, eine Rakete der amerikanischen Marine habe das Flugzeug abgeschossen, hielt sich jedoch hartnäckig.
Air France 447: Lange Zeit fehlte jede Spur des 2009 über dam Atlantik abgestürzten Flugzeugs.

Mysteriöse Flugzeugabstürze

Keystone

Der Flug MH370 verschwand vor gut einer Woche auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar. Nach neusten Erkenntnissen könnte das Flugzeug noch mehrere Stunden in eine andere als bisher angenommen Richtung gefolgen sein. Aus diesem Grund wurde das Suchgebiet nun ausgeweitet.

Bisher fehlt jedoch von der mit 239 Passagieren besetzten Maschine noch jede Spur. Das einzige Flugzeugunglück, das den Behörden Rätsel aufgibt, ist es jedoch nicht. Seit die Menschen den Himmel für sich entdeckt haben, gab es immer wieder Flugzeuge, die aus unerklärlichen Gründen vom Himmel fielen oder im Nichts verschwunden sind.

Hier die Top 5 der mysteriösesten Flugzeugunglücke:

Flug 19 und das Bermuda-Dreieck

Am 5. Dezember 1945 erwacht die Legende vom geheimnisvollen Bermuda-Dreieck zum Leben. Fünf amerikanische Torpedobomber befinden sich im Luftraum nördlich der Karibik auf einem Routineflug. 90 Minuten nach dem Start meldet ein Funkspruch Probleme mit der Orientierung, der Kompass sei ausgestiegen und die Landesgrenzen unter ihnen seien nicht auszumachen. Alle Flugzeuge verschwinden spurlos. Tage später verschwand auch eine Maschine, die auf der Suche nach den fünf Flugzeugen war.

Flying Tiger Flug 739

Am 16. März 1962 verschwand die Superkonstellation L-1049 nach einem Tankstop auf der Insel Guam im westpazifischen Ozean über der Philippinensee. Die Maschine transportierte US-Soldaten von Kalifornien nach Vietnam. Es gab keinen Notruf vom Piloten und das Wetter war gut an diesem Tag. Es schien so, als sei das Flugzeug einfach verschwunden. Trotz einer grossangelegten Suchaktion wurde die Maschine nie gefunden und die 107 Passagiere mussten für tot erklärt werden.

Trans World Airline Flug 800

Am 17. Juli 1996 startete die Maschine mit 230 Passagieren an Bord vom JFK Flughafen in New York in Richtung Rom. Nur wenige Minuten nach dem Start, das Flugzeug war noch am Steigen, reist sie eine Explosion in Stücke. Vier Jahre lang wird umfangreich ermittelt. Auch ein Terroranschlag scheint plausibel. Der Abschlussbericht aus dem Jahr 2000 spricht dann jedoch von einem Kurzschluss. Ein Funken soll sich in den Treibstofftank verirrt haben. Die von einem Flughafen-Sprecher in die Welt gesetzte Theorie von einer Rakete der US-Marine lebt bis heute weiter.

Egypt Air Flug 990

Um den Flugzeugabsturz des Fluges 990 der Egypt Air ranken sich verschiedene Mythen. Tatsache ist, die Maschine startete am 31. Oktober 1999 vom JFK Flughafen in New York in Richtung Kairo. Rund 90 Kilometer von der Insel Nantucket entfernt stürzte das Flugzeug mit den 217 Passagieren in den Atlantik. Unklar ist, wieso die Maschine abgestürzt ist. Die ägyptische Zivilluftfahrtbehörde schrieb den Absturz einem Defekt der Höhenmessanlage zu. Andere Quellen besagen, der Co-Pilot habe Selbstmord gemacht und das Flugzeug absichtlich ins Meer stürzen lassen. Dieser sei kurz zuvor wegen sexueller Belästigung verwiesen worden und dieser Flug hätte sein letzter werden sollen. Der Flugschreiber soll aufgezeichnet haben, wie der Co-Pilot immer wieder gesagt habe «I rely on God» und als der Pilot zurück ins Cockpit kam, habe dieser nur noch gesagt: «Was ist das? Was ist das? Hast du den Antrieb ausgeschalten?» Er habe aber nicht mehr reagieren können.

Air France Flug 447

In 2009 stürzte der Flug 447 der Air France unerwartet in den atlantischen Ozean. Es gab keinen Notruf vom Piloten und niemand wusste, dass das Flugzeug abgestürzt war. Erst einige Stunden später wurde dies bemerkt, als der Pilot nicht den geplanten Kontakt mit der Flugaufsicht aufgenommen hat. In mehreren Such-Phasen wurde vier Jahre lang nach dem Wrack und der Unglücksursache gesucht. 2012 veröffentlichten die Ermittler den Abschlussbericht und belasteten die Piloten. Sie sollen falsch reagiert und mangels Übung die Kontrolle verloren haben, als die Eiskristalle den Geschwindigkeitsmesser blockierten und der Autopilot aussetzte.

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