Schweinegrippe

Das Schweinegrippe-Virus wird im Herbst in der Schweiz zuschlagen

Schweinegrippe in der Schweiz im Kommen

Schweinegrippe in der Schweiz im Kommen

Das Schweinegrippevirus A(H1N1) breitet sich rasch aus. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rechnet damit, dass im Herbst fünf Mal mehr Menschen an der Grippe erkranken als normal. Das Virus schlage zu wie eine Ohrfeige, sagte BAG-Direktor Thomas Zeltner.

Allerdings sei der Verlauf der aktuellen Grippe-Erkrankung nach wie vor "moderat", sagte Zeltner vor den Medien in Bern. Die Erkrankung sei mit einer saisonalen Grippe vergleichbar. Das Virus habe sich allerdings viel rascher über die ganze Welt verbreitet als bei früheren Pandemien.

Das Virus treffe vor allem Kinder, junge Erwachsene, chronisch Kranke und Schwangere. Da in der Bevölkerung keine Immunität gegen das neue Virus bestehe, seien im Herbst bis zu zwei Millionen Grippefälle zu erwarten, sagte Zeltner. Die Ärzteschaft und die Spitäler, aber auch die Wirtschaft sollten sich dafür vorbereiten.

Wer sich im Sommer fahrig und abgeschlagen fühle, Gliederschmerzen, eine laufende Nase und Durchfall habe, solle bis zum Abflauen der Symptome zu Hause bleiben und eine Woche lang das Bett hüten, sagte der BAG-Direktor. Damit seien die Mitmenschen vor Ansteckung geschützt. Er spricht damit die Eigenverantwortung des Einzelnen an.

Wer Grippesymptome verspüre, müsse nicht unbedingt einen Arzt aufsuchen, sagt das BAG. Im Zweifelsfall empfehle sich allenfalls eine telefonische Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt oder der Hausärztin. Beim Niesen oder Husten sei ein Taschentuch zu verwenden. Wer kein Nastuch habe, niese oder huste in die Armbeuge.

Wer trotz Grippesymptomen das Haus verlassen muss - etwa für einen Arztbesuch - soll eine Schutzmaske tragen. Gesunde Personen schützen sich laut BAG am besten vor einer Ansteckung, indem sie sich regelmässig und gründlich die Hände einseifen und auf Händeschütteln, Küsschen und Umarmungen verzichten.

Weltweit ist die Zahl der Schweinegrippefälle inzwischen auf über 100'000 gestiegen. Am stärksten betroffen sind nach jüngsten Daten der EU-Seuchenbehörde ECDC weiterhin die USA mit 34'000 registrierten Erkrankungen seit Ende April.

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