Das Schulhäuschen lebt fort

Das Schulhäuschen lebt fort

Das einstige Schulhäuschen von Altenburg. (Bild: Archiv Walters Schwager)

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Das einstige Schulhäuschen von Altenburg. (Bild: Archiv Walters Schwager)

Im vergangenen Sommer ist das ehemalige Schulhäuschen von Altenburg abgebrochen worden. In einer Publikation wird jetzt seine Geschichte festgehalten.

Louis Probst

Das Altenburger Schulhäuschen ist tot - es lebe das Altenburger Schulhäuschen: Das könnte man, in Anlehnung ans geflügelte Wort zu den Königen Frankreichs, sagen. Zwar ist das kleine Häuschen an der Habsburgerstrasse im Brugger Ortsteil Altenburg verschwunden. Im vergangenen Sommer ist es abgebrochen worden. Es lebt aber in der Erinnerung weiter. Und seit kurzem auch in einer Publikation mit dem naheliegenden Titel «Das Schulhaus von Altenburg (Brugg)».

«Persönliche Verbindung»

Die Kunde vom bevorstehenden Abbruch des einstigen Schulhäuschens - das nach der Eingemeindung der selbstständigen Gemeinde Altenburg in die Stadt Brugg im Jahre 1901 aufgegeben worden war und wieder als Wohnhaus genutzt wurde - hatte Peter Müller auf den Plan gerufen. Schliesslich hatte sein Grossvater väterlicherseits von 1919 bis 1929 mit seiner Familie in diesem Haus gewohnt. Im selben Hause, in dem er ab 1884 zur Schule gegangen war.

Mit der Unterstützung der Brugger Historiker Felix Müller und Titus Meier sowie von Stephan Weber, einem Bewohner und Kenner von Altenburg, organisierte Peter Müller eine Ausstellung zur Geschichte des Schulhäuschens und ein gutes Stück weit auch zu derjenigen des Dorfes Altenburg.

Bereits während dieser Ausstellung - sozusagen der Abschiedsvorstellung für das ehemalige Altenburger Schulhäuschen - wurde der Wunsch laut, dass doch wenigstens das Ausstellungsmaterial in gedruckter Form der Nachwelt erhalten bleiben sollte. Diesem Wunsch sind jetzt die Organisatoren der Ausstellung nachgekommen.

Ein Stück Ortsgeschichte

In ihrem Büchlein «Das Schulhaus von Altenburg (Brugg)» blicken sie auf die Geschichte der Gemeinde Altenburg und des Schulhauses zurück, das die Gemeinde um 108 Jahre überlebt hatte. Die Schrift, zu der Stephan Weber eine CD mit dem Titel «Altenburger Bilderbogen» zusammengestellt hat, geht nicht allein auf das Gebäude ein, sondern auch auf die Lehrerinnen und Lehrer, die einst in Altenburg unterrichtet hatten. Immerhin weiss man über den ersten Altenburger Lehrer, dass er 1823 den Wandschrank im Schulhaus aus dem eigenen Sack bezahlen musste.

Buchvernisssage. Freitag,
4. Dezember, 19 Uhr, im Schulhaus Bodenacker in Brugg.

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