Toni Widmer

«Endlich», sagte Roland König, Abteilungsleiter Logistik für das Eidgenössische Schützenfest Region Aarau 2010 (ESF). Das «endlich» klang nicht nur wie ein Stossseufzer, es war auch einer: «Drei Jahre haben wir überlegt, gerechnet und verhandelt. Jetzt können wir unsere Pläne in die Tat umsetzen. Für mich ein erfreulicher Moment, umso mehr, als zum Spatenstich für das sportliche Zentrum unseres Festes auch die Sonne scheint.»

Grosse Herausforderung

Der Bau des provisorischen Schiessplatzes auf der grünen Wiese ist laut Bruno Leibacher, dem Stellvertreter von Roland König, eine «riesengrosse Herausforderung.» «Die lange Nutzungsdauer erfordert entsprechend solide Bauten, die Sicherheitsstandards müssen strengsten Normen entsprechen und auch die Umweltverträglichkeit will gegeben sein.»

Vorerst würden jetzt die Erschliessungsarbeiten in Angriff genommen. Es gelte, die Leitungen für Wasser, Abwasser, Strom und Informationstechnik auf das Füllernfeld zu ziehen. Ausgeführt wird das bis 14. Mai durch Angehörige der in Bremgarten stationierten Katastrophen-Hilfe Einsatz-Bereitschafts-Kompanie (Kata Hi Ber Kp). In den ersten Wochen werden 15 bis 20 Armeeangehörige (AdA) für das Schützenfest tätig sein, im Schlussspurt bis zu 50. Ab dem 17.Mai erstellen rund 75 Sappeure des Genie-Battailons 6 die erforderlichen Hochbauten (Kugelfang, Blenden, Zelte, Strassen, Wege und Parkplätze). Als Bauleiter hat das ESF-OK einen erfahrenen Mann vor Ort geschickt. Christian Walti, Oberentfelden, war bereits am Eidgenössischen Schwingfest 2007 in der gleichen Funktion tätig. Er wird ab 1. April auf dem Füllernfeld nicht nur den Aufbau überwachen, sondern nach dem ESF auch den Rückbau der Anlagen koordinieren.

Sicherheit grossgeschrieben

Beim Bau und Betrieb des temporären Schiessplatzes stehen laut Roland König Sicherheit und Umweltverträglichkeit im Vordergrund. Dazu gehören ein Lärmschutzkonzept, dank dem die Belastungen für die Anwohner stark reduziert werden können, sowie ein Verkehrskonzept, welches die Ortschaften möglichst wenig tangiert. Teilnehmer werden vom Bahnhof Aarau oder vom zentralen Parkplatz neben dem Autobahnanschluss Hunzenschwil aus mit Shuttlebussen auf die Wettkampfplätze geführt.

Querblenden aus vorfabrizierten Betonelementen und ein speziell konstruierter Kugelfang sollen dafür sorgen, dass sich keine Kugel verirren kann. Dazu kommt, dass am ESF Region Aarau erstmals an einem Eidgenössischen durch Schallschutztunnels geschossen wird.