Das Rolling Rock bleibt in Aarau

Zum Jubiläum gab es einen kleinen Blick zurück und einen grossen nach vorn. Das Rolling Rock hat Pläne für die Zukunft: Die Skate- und Sportanlage will sich nach 13 Jahren massiv vergrössern.

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Aargauer Zeitung

Manuela Schaer

Seit 13 Jahren hat der Skaterpalast seine Tore offen. Das hat Anlass zum Feiern gegeben. Dafür haben der Inhaber und Initiant Simon Eichenberger und sein Team ein 34-Stunden-Fest organisiert. Rund 1700 Besucher haben mitgefeiert.

Am Freitagabend hat Eichenberger zusammen mit Stadtrat Carlo Mettauer die Jubiläumsparty eröffnet. Obwohl sich Mettauer selbst nicht mehr auf ein Skateboard traut, erkennt er die Relevanz dieser Freizeitanlage. Die öffentliche Hand setze dafür ein Zeichen mit den jährlichen Beiträgen ans Rolling Rock von 50 000 Franken. «Simon ist nicht immer ein bequemer Partner für die Stadt. Er ist hartnäckig und tritt einem auch mal auf die Füsse», sagt Mettauer in seiner Ansprache.

Das Rolling Rock will sich entfalten

Das Füssetreten hat sich wohl gelohnt. Das Rolling Rock werde in die Planung der näheren und weiteren Zukunft des Industriegebiets Torfeld Süd einbezogen, bestätigt Mettauer. Eine 2500 Quadratmeter grosse Fläche sei für das Rolling Rock im Stadionneubau des FC Aarau vorgesehen. Das Projekt ist zwar noch nicht unter Dach und Fach, aber Eichenberger hofft, mit Unterstützung der Stadt Aarau die Verhandlungen mit der privaten Bauherrin HRS AG erfolgreich zum Abschluss zu bringen.

Das neue Rolling Rock würde etwa doppelt so gross, wie es heute ist. Das Ziel von Eichenberger ist, ein ausgewogenes Freizeitangebot für Jung und Alt zu schaffen. «Schaut man sich Aarau heute an, erschrickt man, wie klein das Angebot ist», meint Eichenberger. Nebst der Erweiterung der bestehenden Freestyle-Anlagen sollen auch die Breakdancer künftig eine eigene Übungsecke haben. Die Kletterwände würden ergänzt. Und im neuen Spielparadies für Zwei- bis Siebenjährige könnten sich die Kleinen amüsieren, während die Eltern selbst Runden auf den Skates drehen oder sich an einer Kletterwand versuchen. Eichenberger hält stolzt fest: «Das Rolling Rock wäre damit die erste Sport- und Freizeitanlage dieser Art in der Schweiz.»

Er ist überzeugt, dass Aarau nach wie vor der richtige Standort für das Rolling Rock ist. Die Stadt sei ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. «60 Prozent der Schweizer Bevölkerung erreichen Aarau in weniger als einer Stunde», erklärt Eichenberger. Die Stadt soll mit der neuen polysportiven Anlage noch mehr Besucher anlocken und bekannter werden für ihr vielfältiges Aktiv-Freizeitangebot.

Das Rolling Rock bietet aber nicht nur ein Programm für die Freizeit, sondern auch drei Lehrstellen im Verkauf und vier Vollzeitstellen. Bis heute haben bereits sechs Lehrlinge ihre Ausbildung im Rolling Rock erfolgreich absolviert. Durch den Rolling Rock Shop, der seit September 2007 an der Rathausgasse haust, konnten weitere Arbeitsplätze geschaffen werden.

«Als Importeur von vier Inline-Freestyle-Marken erreichen wir einen Kundenstamm vom Bodensee bis nach Lugano», so Eichenberger. Seit rund einem Jahr können die Kunden zudem sämtliche 6000 Produkte, die im Laden angeboten werden, auch online bestellen. Heute werde bereits ein Viertel der Onlineverkäufe nach Europa geliefert.

13 Jahre lassen sich feiern

Über Markennamen und die Jugend hat sich auch das Komikerduo Pasta del Amore Gedanken gemacht. Die beiden Aarauer Bruno Maurer und Christian Gysi lernten sich einst beim Skaten im Rolling Rock kennen und standen nun auf der Jubiläumsbühne, um die Gäste zu amüsieren. Aber so richtig angelockt wurden die Zuschauer am Freitagabend erst von den Vorführungen der Sportarten Inline-Skating, Skateboard, Parkour und Breakdance. Danach ging die Party mit DJs und Livemusik erst richtig los.

Draussen haben sich die Graffiti-Künstler unterdessen ans Werk gemacht. Unter der Leitung von Malik hat der Eingangsbereich des Rolling Rocks nochmals ein neues Gesicht bekommen.