Der sogenannte «Stämpfli-Express» des Zürcher Bootbauers gilt seit 2001 als das längste Rennruderboot der Welt. Es entstand anlässlich der damals in der Schweiz stattfindenden Ruder-WM. Nun ist der «24er» im Tessin, genau genommen im Lago Maggiore unterwegs.

43 Meter misst das 430 Kilo schwere Ruderboot, das 24 Ruderern mit je zwei Rudern respektive Skulls und einem Steuermann Platz bietet. 

Weil es so in keinem Bootshaus untergebracht und auch nicht transportiert werden kann, wird das aus sechs Stücken bestehende Boot direkt im Wasser zusammengesetzt.

Zum Vergleich: Ein normaler Achter ist in etwa 17 Meter lang und wiegt 96 Kilogramm, ein Skiff (Einer) misst rund acht Meter bei einem Gewicht von mindestens 14 Kilo.

Auch im «Stämpfli-Express» sorgt wie im 8er ein Steuermann mit Kommandos dafür, dass die Ruderer gleichmässig und synchron rudern. Wegen der enormen Länge des Bootes musste allerdings jeder zweite Platz mit einem Lautsprecher ausgerüstet werden.

Der «Stämfpli-Express» erreicht auf einer langen Strecke dank der 48 kräftig rudernden Arme höhere Topgeschwindigkeiten als der klassische 8er. Der Versuch, den 2000-Meter-Weltrekord der Achter zu brechen, scheiterte 2001 allerdings. Das Team erreichte allerdings eine beachtliche Zeit von 5 Minuten 36 Sekunden – damit blieb man nur 14 Sekunden über dem damals gültigen Weltrekord des holländischen Achters. (edi)