Turbine

Das Kraftwerk Rheinfelden hat jetzt ein Riesenlaufrad

60 Tonnen Gewicht, 6,5 Meter Durchmesser: Auf der Kraftwerkbaustelle ist das Laufrad für die erste Turbine eingebaut worden. Im Mai sind die ersten Nassversuche geplant.

Daniel von Känel

Das vierflüglige Laufrad ist letztes Jahr bereits eingetroffen. «Wir haben es zwischengelagert und nun eingebaut», sagt Projektleiter Helmut Reif. Angeleifert wurde es aus dem deutschen Heidenheim, wo Kraftwerkbauer Voith domiziliert ist. Die Generatoren wiederum stammen von der Alstom in Birr.
6.5 Meter Durchmesser hat das Laufrad, das aus nichtrostendem Stahl besteht und satte 60 Tonnen wiegt. Der ganze Maschinensatz einer Turbine bringt es auf 750 Tonnen Gewicht, die Maschinenleistung beträgt 25 Megawatt.

Die ersten Nassversuche, der Betrieb der Turbine mit Wasser, ist im Mai vorgesehen. «Dann wird das erste Mal Strom abgegeben», sagt Reif. Die weiteren Turbinen folgen. Mit der vierten Maschine will man im Dezember in den Probebetrieb gehen.
In Rheinfelden entsteht eines der grössten Flusskraftwerke Europas. Die Investitionssumme beträgt rund 600 Millionen Franken. Vier Rohrturbinen sollen jährlich etwa 600 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Dies entspricht etwas dem durchschnittlichen Vebrauch von 170 000 Haushalten.
Die Planungen für das Kraftwerk reichen bis ins Jahr 1989 zurück. Die badische Stadt Rheinfelden hatte 1996 noch aus denkmalschützerischen Gründen Einsprache gegen den Abriss des alten Maschinenhauses eingelegt, zog diese aber 1998 zurück, um den Neubau nicht zu gefährden. Begonnen hat der Bau des neuen Stauwehrs im Jahr 2003.

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