Der Geschäftsführer der «Bumsalp» in Dübendorf setzt auf Erotik mit Event-Faktor. Sein achtes Bordell ist 3000 Quadratmeter gross. Eine massive Eichholztreppe führt hinauf in die erste Etage der «Bumsalp», des neuen Dübendorfer Erotikclubs auf 3000 Quadratmetern. Eine rote Bar mit roten Sesseln dominiert den Raum. An einer Wand leuchtet in roten Lettern die Aufschrift «Strassen-Strich», daneben ein Strassenschild von der Langstrasse. Rechts die Separées mit vergoldeten Holztüren oder schweren Vorhängen.

Der Geschäftsführer grinst. «Das sieht doch nett aus, nicht?» Der 50-Jährige trägt dunkle Hosen, ein kariertes Hemd und eine schwarze Jacke. Die grauen Haare sind kurz geschnitten, der Händedruck ist fest. Über seine Identität und seinen Werdegang im Sexbusiness mag er gegenüber dieser Zeitung nur wenig preisgeben. Auch fotografieren lassen will er sich nicht. Laut «Sonntags-Blick» heisst «er» Marcel Huber und wuchs als Bauernsohn im Kanton Aargau auf.

Auskunftslustiger ist der 50-Jährige was sein Visionen anbelangt: «Das ist kein Sexclub, sondern eine Erlebniswelt.» Im Hintergrund läuft Discomusik. Ein «Ballermann-Feeling» will er erzeugen. Mehrere Millionen hat er in Umbau und Dekoration des Clubs an der Lagerstrasse investiert. Er will keinen Schmuddel, sondern Hochglanz.

80 Franken kostet der Eintritt in die «Bumsalp». Inbegriffen sind ein Essen, ein Getränk und der Eintritt in die Sauna. Zwar dürfe man auch nur an die Bar sitzen und den leichtbekleideten Damen zuschauen: «Aber natürlich ist es das Ziel, dass die Gäste sich mit den Frauen in eines der Zimmer zurückziehen.» Eine halbe Stunde kostet 120 Franken.

Gelernter Automechaniker

Automechaniker habe er gelernt und danach umgesattelt, erzählt er der Schreibenden. «Ich habe im Kreis 4 gewohnt und habe dort auch Judo trainiert, gleich beim Sexkino Roland.» Irgendwann habe er dann erste Kontakte geknüpft. Heute führt er acht Erotikclubs, drei davon sind in Dübendorf.

Rund 400 Frauen arbeiten in seinen Clubs. Von Ausbeutung oder Frauenhandel will er nichts wissen. «Unseren Frauen geht es gut, sie beziehen ihren Lohn von ihren Kunden.» Wie viel Geld er mit seinen Clubs verdient, will er nicht sagen. (Ihe/liz)