Das ist ein Ressourcen-Zimmer

Das ist ein Ressourcen-Zimmer

Das ist ein Ressourcen-Zimmer

Sie sind hervorragende Mathematiker oder Sprachgenies. Damit solche Kinder angemessen gefördert werden können, gibt es im Mettauertal ein neues Projekt. Im neuen Ressourcen-Zimmer in Oberhofen werden begabte Schüler speziell gefördert.

Im Schulhaus in Oberhofen sind seit letzter Woche junge Forscher am Werk. Im regionalen Ressourcen-Zimmer, das von der Schule Gansingen-Oberhofen lanciert wurde, treffen sich einmal pro Woche begabte Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Mettauertal, um auf Gebieten, die sie interessieren, neue Entdeckungen zu machen. Zur Verfügung stehen ihnen dafür die Infrastruktur des Ressourcen-Zimmers und eine Fachperson, die sie begleitet.

Der Zweck des elften regionalen Ressourcen-Zimmers im Kanton: Die Schülerinnen und Schüler sollen im Bereich ihrer Begabung gefördert und herausgefordert werden. Denn im Schulalltag sind sie unterfordert, und ihre Motivation und ihre Leistung lassen in einzelnen Fällen nach.

Begabtenförderung vermisst

Der Schulstandort Gansingen ist seit Sommer 2008 eine integrative Schule. Nach einem Jahr wurden die Eltern der Schüler befragt, wie sie deren Wirksamkeit einschätzen. Das Resultat: Für leistungsmässig schwache und mittlere Kinder wird sehr gut geschaut. Eine spezielle Begabtenförderung wurde hingegen von den Eltern vermisst. Die Schulleitung reagierte auf diese Erkenntnis. Zusammen mit der Heilpädagogin Barbara Rosebrock machte sie sich an die Planung des Ressourcen-Zimmers – unterstützt von der Sektion Unterricht im Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau. Zwölf Schülerinnen und Schüler von der zweiten bis zur fünften Klasse haben sich bisher für eine Teilnahme am Projekt beworben.

Bewährungstest steht bevor

Die Bewerber müssen nun eine Bewährungsaufgabe lösen. Sie sollen im Mettauertal Personen oder Einrichtungen finden, die mit ihren Forschungsinteressen in Zusammenhang stehen. Sie knüpfen Kontakte, machen Besuche, sammeln vor Ort Informationen und machen Bild- oder Tonaufnahmen. Das Material ist Grundlage für den Entscheid bis April 2010, ob das Kind definitiv ins Projekt aufgenommen wird.

Das Ressourcen-Zimmer wird von diversen Kräften getragen. Die Gemeinde Gansingen stellt den Raum zur Verfügung, die Schulpflege Gansingen leistet organisatorische Unterstützung, und die Schulleitung Gansingen ist für die Bereitstellung der physischen Mittel besorgt, sucht Sponsoren und begleitet die Umsetzung des Projektes. Heilpädagogin Barbara Rosebrock und Lehrerin Therese Bärtschi sind vor Ort für das Ressourcen-Zimmer verantwortlich.

Bereits im Sommer 2010 wird das neue Ressourcen-Zimmer zügeln müssen. Dann forschen die begabten Kinder in Gansingen, weil das Schulhaus in Oberhofen verkauft wird. (ua/AZ)

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