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Das Fricktal als Brücke

Engagement für Bözen: Hans Peter Joss, Fabian Wetter, Verena Erb und Christoph Koellreuter, ein profunder Kenner der Regionen Fricktal und Brugg-Zurzach (v. l.). (Bild: Peter Belart)

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Engagement für Bözen: Hans Peter Joss, Fabian Wetter, Verena Erb und Christoph Koellreuter, ein profunder Kenner der Regionen Fricktal und Brugg-Zurzach (v. l.). (Bild: Peter Belart)

Dem oberen Fricktal und dem Raum Brugg-Zurzach kommt in Zukunft eine sehr grosse Bedeutung zu. Dies zeigte Koellreuter in Bözen eindrücklich auf.

Peter Belart

Koellreuter erwies sich als profunder Kenner der Regionen Fricktal und Brugg-Zurzach. Kein Wunder: Er wurde im Jahre 1944 im Bezirksspital Brugg geboren und verbrachte hier seine ersten Lebensjahre. Und er hat sehr lebendige Erinnerungen an ereignisreiche Autofahrten zu seinen Verwandten in den Regionen Zürich und Basel, wobei es im Fricktal des Öftern zu Zwischenhalten kam.

Geburtstagsgeschenk

Bözen feiert in diesem Jahr den 725. Geburtstag seiner Ersterwähnung. Aus diesem Anlass richtete der frühere Gemeindeammann Hans Peter Joss an den international renommierten Wirtschaftsfachmann und Prognostiker Prof. Dr. Christoph Koellreuter die Anfrage, ob er die aktuelle Situation des oberen Fricktals analysieren, die Zukunftsaussichten abschätzen und darüber ein Referat erarbeiten könnte. Das Vorhaben wurde von der Bank Coop finanziell getragen, «als Geburtstagsgeschenk für die Gemeinde Bözen», wie es Fabian Wetter als Leiter Region Nordwestschweiz der Coop Bank ausdrückte.

Der Veranstaltung wohnten um die 70 Personen bei, fast ausschliesslich Entscheidungsträger aus der lokalen Politik der ganzen Region sowie aus dem Wirtschaftsleben. Unter ihnen war auch Verena Erb als aktuelle Frau Gemeindeammann von Bözen. Sie schilderte in knappen Worten die unbestreitbaren Vorzüge der Region sowie die Anstrengungen, die gegenwärtig unternommen werden, um den besten Weg in die Zukunft zu finden - Stichwort Zusammenarbeit bis hin zu einer Fusion.

«Ab ins Fricktal!»

In seinem überaus engagiert und gestenreich vorgetragenen Referat stellte Koellreuter zunächst die beiden Metropolitanregionen Basel und Zürich als Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung vor. Er sprach in diesem Zusammenhang von der Bedeutung der «Gates», also der Verkehrswege, mit denen die Zentren erschlossen sind (Flughäfen, internationale Züge, Autobahn-Anschlüsse), über das universitäre Angebot und weitere Forschungsinstitute sowie über die Wirtschaftskraft. Koellreuter: «Bözen liegt hier sehr zentral zwischen den beiden Grossräumen; dem oberen Fricktal kommt hier eine wichtige Brückenfunktion zu», und er fuhr fort: «Wer sich hier niederlässt, handelt weise, besonders dann, wenn er noch nicht sicher weiss, wo seine berufliche Zukunft sein wird.»

In einem zweiten Teil seiner Ausführungen äusserte sich Koellreuter zur Wirtschafts- und Finanzkrise, und er zeigte auf, dass durchaus Grund für Optimismus besteht. Garanten dafür sind die hochwertige Wissensbasis, die unternehmerischen Spielräume in der Schweiz, die guten Verkehrsanbindungen sowie die Lebensqualität, die im internationalen Vergleich ihresgleichen sucht.

Schliesslich würdigte Koellreuter die herausragenden Eigenschaften des oberen Fricktals und der Region Brugg-Zurzach. Die Ansiedlung der Pharma-Industrie hier sowie der Energieproduktion und der Finanzbranche dort sind überaus bedeutungsvoll. Dazu nannte er weitere Standortvorteile wie etwa die moderaten Immobilienpreise, die Qualität des öffentlichen Verkehrs und die Naturschönheiten. Koellreuter sagte: «Wenn man die Natur sucht - ab ins Fricktal!»

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