Das Ende naht für «La Trattoria»
Das Ende naht für «La Trattoria»

Für 5,85 Millionen Franken soll am Theaterplatz 2 in Baden ein neues Wohn- und Geschäftshaus erstellt werden. Darin sind drei Wohnungen, Büros und Gewerberäume vorgesehen, aber kein Restaurant mehr. Wann «La Trattoria» schliesst, ist noch offen.

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Das Ende naht für «La Trattoria»

Das Ende naht für «La Trattoria»

Andreas Tschopp

«a) Abbruch Gebäude 818, b) Neubau Wohn- und Geschäftshaus»: So lautet das Baugesuch für das Projekt am Theaterplatz 2 in der Badener Innenstadt, welches seit gestern auf der Abteilung Planung und Bau der Stadt Baden aufliegt (bis 24. August).

Im dem Abbruch geweihten Gebäude an der Ecke zur Zwingelhofgasse gibt es heute das italienische Restaurant La Trattoria, ein Zentrum für Wohlbefinden, Sauna- und Massagestudio, eine Yoga-Praxis und Wohnungen.

Seit 1945 im Besitz Familie Matter

Im von der Zürcher KLP Architekten AG geplanten Neubau auf dem 463 m2 grossen Grundstück soll es künftig drei Wohnungen (zwei mit 41⁄2 und eine mit 51⁄2 Zimmern in den Obergeschossen, 278 m2 Büros im 1. Stock und 225 bzw. 249 m2 Gewerbefläche im Erd- und 1. Untergeschoss geben.

Auf den Gewerbeflächen sei eine weitere gastronomische Nutzung «nicht ausgeschlossen, aber nicht primäres Ziel», sagt Oskar Matter aus Dättwil. Er ist seit rund einem Jahr Alleinbesitzer der Liegenschaft, die Matters Eltern 1945 erworben hatten. Seit gut 20 Jahren wird darin das Restaurant La Trattoria geführt.

Auf die Frage, wann dieses geschlossen werde, reagiert Oskar Matter abwehrend. Er warte nun erst ab, bis die Baubewilligung erteilt werde, ehe er weitere Schritte ergreife, erklärt der Hausbesitzer und unterstreicht, dass er einen guten Kontakt pflege zu seinen Mietern.

Neubau wird weniger hoch als heute

Oskar Matter hielt auf Anfrage weiter fest, dass das neue Wohn- und Geschäftshaus weniger hoch werde als das bestehende Gebäude in der Zone Z3. Dieses «weist eindeutig mehr als drei Geschosse auf und ist damit rechtswidrig», hielt der Stadtrat im Ende August 2009 gefällten Vorentscheid zum Baugesuch fest.

Darin wurde festgestellt, dass einige Ausnahmebewilligungen erforderlich wären, um den Neubau zu realisieren. Dies, weil hinten zur Zwingelhofgasse bisher keine Baulinie bestand. Der Stadtrat liess daher die Baulinien- und Überbauungspläne im Gebiet Theaterplatz/Zwingelhofgasse revidieren (mit Bölsterli- und Moserhaus).

Damit und mit der vorzeitigen Information der Nachbarn sollte der Weg geebnet sein für die Realisierung des 5,85-Millionen-Projekts, hofft Bauherr Oskar Matter.

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