Café Schief

Das Ende naht für das Café Schief

Dem Abbruch geweiht: Das Café Schief im Zentrum Ennetbadens ist derzeit von Profilen umstellt. (atp)

Das Ende naht für das Café Schief

Dem Abbruch geweiht: Das Café Schief im Zentrum Ennetbadens ist derzeit von Profilen umstellt. (atp)

Die Tage des Café Schief in Ennetbaden sind gezählt. Das traditionsreiche Restaurant bei der Schiefen Brücke muss einem Neubau Platz machen. Der Name «Römerhof» soll an die archäologischen Funde dort erinnern.

Andreas Tschopp

Lange hat er gedauert, der Kampf für den Erhalt des Café Schief (siehe «Update») in Ennetbaden, das seit 30 Jahren von Hausi Knecht geführt wird. Nun läuft die Zeit für die Traditionsbeiz unweigerlich ab. Das Gebäude ist umstellt von Profilstangen, die teilwiese sogar das Dach durchstossen und dieses um mehrere Meter überragen.

«Römerhof» statt Zentrum II

Die Profile deuten die Umrisse des Neubaus an, der am Platz des «Schief» erstellt werden soll. Das Baugesuch liegt bis zum 16. Februar auf. Am Mittwochabend lud die Bauherrschaft zur Information ein in den «Schwanen». Dort hat seit 21 Jahren das Ingenieurbüro Gähler und Partner AG seinen Sitz. «Wir wollten nicht nach Dättwil ziehen, sondern im Zentrum von Ennetbaden bleiben», sagte Verwaltungsratspräsident Kurt Gähler am Rande der Information über den neuen «Römerhof». Der Name sei gewählt worden, um zu erinnern an die auf dem Areal gemachten Römerfunde, die im Neubau dokumentiert werden.

Zufahrt neu auch für Zentrum I

Geplant sind an der Ecke Grendel-/Sonnenbergstrasse zwei Gebäude (die AZ berichtete), vorne ein Bürogebäude als neuer Sitz der Ingenieurfirma mit rund 80 Angestellten, dahinter ein Mehrfamilienhaus mit 18 Wohnungen. Die Einfahrt zur Tiefgarage erfolgt an der Ecke zur Grendelstrasse. Über diese Zufahrt künftig auch das Parking im Zentrum I erschlossen. Damit entfällt die provisorische Einfahrt vom Postplatz her, dieser kann so verkehrsfrei werden.

Vom «Schwanen» entkoppelt

Kurt Gähler rechnet mit der Baubewilligung in drei bis sechs Monaten. Dann könne der 15- Millionen-Neubau realisiert werden. Finanziert werden soll dieser aus dem Erlös für die Seniorenresidenz im und hinter dem denkmalgeschützten «Schwanen». Die Investorensuche für das 65-Millionen-Projekt laufe nach wie vor, man sei aber nicht mehr exklusiv an die Tertianum als Partner gebunden, aber mit dieser weiterhin im Gespräch, erklärt VR-Präsident Gähler. Notfalls werde ein Investor für den «Römerhof» gesucht und die Firma als Mieterin dort einziehen.

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