Ruedi Kuhn

An Stürmern fehlt es dem FC Aarau. Innenverteidiger hat der Verein vom Brügglifeld beinahe zu viele. Martin Stoll, der Torschütze zum 1:1 in Sion, und der kopfballstarke Giuseppe Aquaro sind momentan gesetzt. Aber Halt: Was ist mit dem zentralen Abwehrspieler Giuseppe Rapi- sarda? Hat man da im Kader etwa einen Spieler zu viel? Muss sich Rapisarda schon bald einen neuen Verein suchen . . ?

Im Ernst: Rapisarda ist seit Wochen heiss auf einen Einsatz. Der Aarauer Chefcoach Jeff Saibene machte sich vor dem Spiel in Sion Gedanken, ob er dem Lieblingsspieler des früheren Trainers Ryszard Komornicki eine Einsatzmöglichkeit geben soll oder nicht. Schliesslich fiel die Wahl des Luxemburgers erneut auf Stoll und Aquaro. So kam Rapisarda also auch im fünften Spiel nicht über eine Statistenrolle hinaus.

Das lange Warten

Saibenes Entscheid war wohl richtig. Stoll zeigte eine solide Leistung und erzielte in der 93. Minute nach einem Corner von Ivan Pejcic sogar das 1:1, Aquaro stand dem Deutschen in nichts nach und stellte sich ganz in den Dienst der Mannschaft. Was aber ist mit Rapisarda? Saibene hat ihm in der vergangenen Woche Mut gemacht und sagt: «Rapisarda ist für den FC Aarau ein sehr wichtiger Spieler. Er wird seine Chance früher oder später bekommen.» Gegen Xamax dürfte der Verteidiger allerdings ein weiteres Mal auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen.

Vor der Partie gegen die Neuenburger können sich drei Aarauer Spieler am Mittwoch auf der internationalen Bühne zeigen. Michele Polverino spielt mit Liechtenstein gegen Portugal, Jonas Elmer und Artur Ionita zählen zum Aufgebot der U21-Auswahlen der Schweiz respektive Moldawiens.

Ob Patrick Bengondo gegen Xamax trotz einer Oberschenkelzerrung einsatzfähig ist, entscheidet sich erst Ende Woche. Wer weiss? Vielleicht kommts aus Aarauer Sicht gegen Xamax zu einer Premiere: Wie wäre es mit Sergio Bastida als Mittelstürmer?