Loris Vernarelli

Der Relaunch der «Immofoire» im Herbst 2007 war unumgänglich. Der Name war zu stark belastet: Ein halbes Jahr zuvor hatte die Nachricht, dass Messe-Organisator Fernand Gerspach als Seckelmeister der Weinleuten-Zunft 1,3 Millionen Franken veruntreut hatte, ganz Basel geschockt. Also musste die Basler Eigenheimmesse umstrukturiert werden - sie wurde aus der Muba ausgegliedert, und mit «Immoexpo» erhielt sie auch gleich einen neuen Namen.

Obwohl sich die beiden Messen inhaltlich kaum unterscheiden, ist die Immoexpo doch ein grundlegend anderes Gebilde. Angefangen vom Trägerverein, der Basler Immobilienmesse (VBI): Er setzt sich aus Mitgliedern der Schweizerischen Verbände der Immobilientreuhänder beider Basel, des Hauseigentümerverbandes Basel-Stadt und des Gewerbeverbandes Basel-Stadt zusammen.

Ende 2007 beauftragte der VBI die Schweizerische Immobilien- und Eigenheimmessen AG mit der künftigen Organisation und Durchführung der Immoexpo. Ab morgen bis am Sonntag findet in der Halle 4 des Messezentrums Basel die zweite Ausgabe statt.

Auf alle Fragen eine Antwort

Die Wohn- und Immobilienmesse widmet sich dem Eigenheim, dem heute für viele Menschen wohl grössten Wunsch. Rund 100 Aussteller - 15 Prozent mehr als im Vorjahr - aus den Bereichen Finanzierung, Versicherung, Bau- und Baunebengewerbe stellen während dreier Tage ihre Dienstleistungen und Produkte vor.

«Ziel ist es, Ordnung in den Haufen von Fachwissen, Gesetzen und Technologien, dem man auf dem Weg zum Eigenheim begegnet, zu bringen», erklärt Messeleiterin Karin Wüthrich. Egal ob Haus im Grünen oder gediegene Stadtwohnung: An der Immoexpo sollen die Besucherinnen und Besucher auf alle Fragen eine Antwort finden.

Wissenslücken rund um das Eigenheim lassen sich zwar auch im Internet schliessen. «Doch eine Messe bringt den Vorteil, persönlich mit den Fachleuten in Kontakt treten zu können», entgegnet Daniel Wyss, Geschäftsführer der Schweizerischen Immobilien- und Eigenheimmessen AG. Auf Anfrage präsentieren Spezialisten Ideen und Konzepte, beraten bezüglich Immobilienerwerb und Bauplanung, halten Informationen zu Liegenschaften sowie die passenden Finanzierungsmöglichkeiten bereit. «Das ist richtige Interaktivität», betont Wyss.