Daimler wolle die Wochenarbeitszeit für 73 000 Mitarbeiter um bis zu fünf Stunden verkürzen, weniger Zuschuss zum Kurzarbeitergeld bei 68 000 Beschäftigten zahlen und die für Mai geplante zweiten Stufe der Tariferhöhung verschieben, sagte Personalchef Günther Fleig. Zudem sollen Ferien- und Weihnachtsgeld schrumpfen und die Erfolgsbeteiligung für 2008 nicht ausbezahlt werden.

"Wir reden nicht über Personalabbauprogramme und über Entlassungen", sagte Fleig. Sollte die Krise aber anhalten, seinen auch solche Massnahmen nicht mehr auszuschliessen. Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm sagte, die Sicherung von Arbeitsplätze sei oberstes Ziel.

Fleig sagte, die Sparmassnahmen seien nötig, um die Beschäftigung aufrechterhalten zu können. Im Februar habe Daimler 40 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft, dies sei mit "erheblichen Einnahmerückgängen" verbunden.

Sparen will Daimler dabei nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Drastische Einschnitte gibt es bereits in Nordamerika. Insgesamt wurde die Belegschaft im Nutzfahrzeug-Bereich dort seit Ende 2006 um ein Viertel reduziert, allein in der Produktion wurden 6000 von 14 000 Arbeitsplätzen gestrichen.