Es ist eine logische Schlussfolgerung der «Halbwissenden»: Schlangen sind Reptilien. Reptilien, so lernten wir es in der Schule, legen zur Fortpflanzung Eier. Also legen auch alle Schlangen Eier. 

Ganz falsch ist das ja nicht, doch Sie wissen was man über Regeln so sagt? Genau, die Ausnahme bestätigt sie. Dafür ist beispielsweise die Sandboa besorgt.

Nach der Paarung entwickelt sich der Nachwuchs im Körper des Weibchens. Doch statt nach ein bis drei Monaten Eier abzulegen, bringen Boas lebende Junge zur Welt (siehe Video oben).

Faktisch brühten auch diese Eier aus, jedoch im Körper. Die Eier bestehen nur aus einer dünnen Hülle, welche der Nachwuchs noch im Körper oder direkt nach der Geburt verlässt.

Diese Fortpflanzungsform kommt nicht nur bei Reptilien wie Nattern, Boas, Seeschlangen und Chamäleons vor, sondern auch Knorpel- und Knochenfischen sowie Spinnen und Schnecken können so gebären. Das Ganze nennt sich Ovoviviparie (lateinisch für Ei-Lebend-Geburt).

Auch was Neues gelernt? Gern geschehen!