Wegmatten-Areal

CVP will eine breite Diskussion übers Wegmatten-Areal

Das Wegmattenareal in Allschwil liegt seit der Umsiedlung der Schrebergärten brach. Dies will die CVP Allschwil-Schönenbuch ändern. Sie lanciert deshalb eine Initiative für einen neuen Quartierrichtplan «Wegmatten».

Tobias Gfeller

Im November 2003 sagten knapp 60 Prozent der Allschwiler Stimmbevölkerung Nein zum Quartierplan «Wegmatten I». Noch klarer Nein sagten die Allschwilerinnen und Allschwiler jedoch zum Kredit für den geplanten Veranstaltungssaal der Gemeinde. Somit wurde unter anderem auch der vorgesehene Neubau des neuen Coop-Ladentraktes auf dem zentral gelegenen Wegmattenareal verhindert.

Als im Mai 2006 das Allschwiler Volk auch Nein zum Quartierplan «Wohnen im Bachgrabenpark» sagte, scheiterte gleichzeitig auch das in Planung stehende Projekt zum begleiteten, respektive betreuten Wohnen auf dem Areal Wegmatten. Seither wurde es still um das im Herzen Allschwils gelegene Gebiet.

Die Brache beenden

Um es brach liegen zu lassen, ist es zu schade. Das denkt sich jetzt auch die CVP Allschwil-Schönenbuch. Sie gab gestern bekannt, dass sie eine Volksinitiative für einen Quartierrichtplan «Wegmatten» lancieren möchte. «Um eine geordnete und zukunftsweisende Planung zu gewährleisten, fordern wir den Gemeinderat auf, einen behördenverbindlichen Quartierrichtplan unter Einbezug der Bevölkerung und aller Parteien zu erstellen», schreibt die CVP in einer Mitteilung. Diverse Stimmen aus der Politik und der Bevölkerung hätte die Partei zu diesem Schritt getrieben.

In alle Richtungen offen

Für Felix Keller, seines Zeichens Präsident der CVP Allschwil-Schönenbuch, ist das Wegmattenareal zu zentral und ideal gelegen, «um daraus nichts Konkretes zu machen». Momentan diene das Areal vor allem als Parkplatz und zur Benützung für die Allschwiler Hundebesitzer.

Im Wissen darum, dass ein konkreter Richtplan im Volk schon einmal Schiffbruch erlitten hatte, möchte Keller nun über die Zukunft des Areals im Allgemeinen diskutieren. Für einmal soll dies nicht nur in den politischen Gremien wie dem Einwohnerrat geschehen, «auch das Volk soll zur Entscheidungsfindung um die künftige Nutzung des Areals mitdiskutieren.»
Dabei zeigt sich der CVP-Präsident in alle Richtungen offen. «Es muss klar werden, ob und wie viel wir bauen möchten.» Auch sollen wichtige Fragen beantwortet werden, zum Beispiel: «Was soll grün bleiben? Wie sieht ein allfälliger Erholungsbereich aus?»

Interessant für Investoren

Dass das Wegmatten-Areal für private Investoren interessant ist, weiss Keller. Ziel der lancierten Initiative sei lediglich eine breitgestreute Diskussion in der Bevölkerung. Bekommt die CVP, was anzunehmen ist, die benötigten 500 Unterschriften zusammen, wird über die Gültigkeit der Initiative entschieden.

Felix Keller zeigt sich optimistisch

Danach debattiert und entscheidet der Allschwiler Einwohnerrat über den Quartierrichtplan. Stimmt er dem Willen der CVP zu, erteilt er somit offiziell den Auftrag an den Gemeinderat. Felix Keller ist dahingehend optimistisch, dass der Einwohnerrat die CVP-Initiative unterstützt. Wenn nicht, ist dies für den Präsidenten auch nicht weiter schlimm. Er sieht bei einer allfälligen Volksabstimmung auch Vorteile: «Damit wäre eine offene Diskussion in der Bevölkerung garantiert.»

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