Die Krise hat Coop letztes Jahr nichts anhaben können: Beim Detailhandelsumsatz verbuchte der Konzern ein Plus von 15,2 Prozent auf 18,2 Mrd. Fr. und wuchs damit stärker als die Hauptkonkurrentin Migros. Diese konnte den Detailhandelsumsatz um 13,2 Prozent auf 25,7 Mrd. Fr. steigern.

"Wir sind voll auf Kurs", konstatierte Coop-Chef Hansueli Loosli trotz sich verdüsternden Ausichten in Muttenz BL vor den Medien. Nach einem Umsatzplus von 7 Prozent bis Mitte Februar rechnet Loosli für das Gesamtjahr mit einem Wachstum von noch 2 bis 3 Prozent. Für den Jahresgewinn, der 2008 um 11,4 Prozent auf 390 Mio. Fr. stieg, wagte er indes keine Prognose.

Coop habe 2008 einen Marktanteil von unter dem Strich 17,2 Prozent erreicht, teilte das Unternehmen mit. Dies entspreche einem Plus von 1,5 Punkten gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum ist auch Zukäufen zu verdanken, etwa den Carrefour-Grossläden und des Bell-Ablegers Zimbo.

Coop hat nach eigenen Angaben seine Preise im Schnitt um 0,8 Prozent angehoben, während die Teuerung im Schweizer Detailhandel gemäs BAK bei 2 Prozent gelegen sei. Entsprechend sei der eigene Betriebsertrag um 0,4 Prozentpunkte auf 33,1 Prozent gesunken. Der Personalbestand wuchs um 8,7 Prozent auf 41 550 Vollstellen.

Die Kundschaft griff nicht nur bei den Supermärkten mehr in die Regale: Diese erreichten 11 Mrd. Fr. Umsatz, also 7,5 Prozent mehr. Warenhäuser und Fachgeschäfte legten 4,4 Prozent auf 3,3 Mrd. Fr. zu. Deutlich stärker gewachsen sind die Töchter, etwa die Coop Mineralöl AG mit den Tankstellenläden sowie Fust. Auch das Internet boomt.