Taiwan
CNN rätselt: War Triebwerk-Problem Grund für Transasia-Absturz?

Der US-Nachrichtensender zeigt das Video in Zeitlupe. So ist zu sehen, dass der sich der linke Propeller des in Schieflage geratenen Flugzeugs weniger schnell bewegt als der rechte. In Taipeh läuft derzeit die Suche nach den zwölf Vermissten weiter.

Merken
Drucken
Teilen

«Für mich sieht es nach einem Triebwerk-Problem aus», sagt Mary Schiavo, ehemalige Generalinspekteurin beim US-Transportdepartement auf CNN.

Dass der linke Propeller langsamer drehe, könne laut Schiavo zwei Gründe haben. Entweder ist das linke Triebwerk ausgefallen. Oder die linken Propeller-Blätter hatten beim Start den falschen Winkel. Das würe laut Schiavo heissen, dass das sogenannte «Auto Feather»-System versagt hat.

Taucher suchen nach den Vermissten

Nach dem Absturz werden noch immer zwölf Menschen vermisst. Hunderte Helfer, darunter Taucher und Soldaten, suchten am Donnerstag weiter im trüben Wasser des Keelung-Fluss in der taiwanischen Hauptstadt.

Bei dem Unglück am Mittwoch starben nach jüngsten Angaben mindestens 31 Menschen, darunter der Pilot und der Co-Pilot der Maschine. Die Turboprop-Maschine der taiwanischen Fluggesellschaft TransAsia Airways war vor den Augen entsetzter Autofahrer in den Fluss gestürzt.

Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie die Maschine plötzlich von links kommend viel zu niedrig über eine Stadtautobahnbrücke fliegt, zur Seite kippt, mit der linken Tragfläche ein Taxi, dann das Brückengeländer streift und in den Keelung-Fluss stürzt. Zunächst war von mindestens 25 Toten die Rede; insgesamt waren 58 Insassen an Bord des Flugzeugs.

Buddhisten beten für die TransAsia-Opfer.
9 Bilder
Buddhisten beten für die TransAsia-Opfer.
Nach dem Absturz eines Passagierflugzeugs in einen Fluss in Taipeh haben Rettungsmannschaften die Suche nach zwölf Vermissten fortgesetzt.
Bei dem Unglück am Mittwoch starben nach jüngsten Angaben mindestens 31 Menschen.
Die Turboprop-Maschine der taiwanischen Fluggesellschaft TransAsia Airways war vor den Augen entsetzter Autofahrer in den Fluss gestürzt.
Es war bereits der zweite Absturz einer Maschine der privaten taiwanischen Fluggesellschaft innerhalb eines halben Jahres.
Ende Juli war eine Turboprop mit 58 Menschen an Bord bei einem missglückten Landemanöver inmitten eines Taifuns in zwei Häuser der Penghu-Inseln gekracht.
TransAsia ist Taiwans erste private Fluglinie.
Im Dezember gründete sie mit V Air die erste Billigfluglinie des Inselstaats.

Buddhisten beten für die TransAsia-Opfer.

Keystone

Es war bereits der zweite Absturz einer Maschine der privaten taiwanischen Fluggesellschaft innerhalb eines halben Jahres: Ende Juli war eine Turboprop mit 58 Menschen an Bord bei einem missglückten Landemanöver inmitten eines Taifuns in zwei Häuser der Penghu-Inseln gekracht. 48 Insassen wurden getötet, fünf Menschen am Boden verletzt.

TransAsia ist Taiwans erste private Fluglinie. Sie fliegt auch Ziele in China, Japan, Singapur, Südkorea, Thailand, Kambodscha und Vietnam an. Im Dezember gründete sie mit V Air die erste Billigfluglinie des Inselstaats.