Anno dazumal

Christbaum-Entsorgen 1964: Ein (nicht ganz ernst gemeinter) Ratgeber aus dem SRF-Archiv

Wie nur entledigen sich Herr und Frau Schweizer nach Weihnachten des Christbaumes? Ein «Antenne»-Beitrag vom 8. Januar 1964.

Wie nur entledigen sich Herr und Frau Schweizer nach Weihnachten des Christbaumes? Ein «Antenne»-Beitrag vom 8. Januar 1964.

Wohin mit dem Weihnachtsbaum? «Die Verzweiflung treibt oft seltsame Blüten», heisst es in diesem SRF-Beitrag von anno dazumal. Denn, in den Ochsner-Kübel passt er nicht und das wilde Entsorgen ist unmöglich in einem «wohlgeordneten Staate».

«Die Weihnachtszeit ist verklungen», sagt der Kommentator aus dem Off. Doch damit beginnt die Leidenszeit dieses Mannes erst. Er ist so verzweifelt, dass ihm jedes Mittel recht ist, um seinen ausgedienten Christbaum loszuwerden.

Doch so einfach ist das nicht. Egal wo er ihn entsorgt – im Ochsner-Kübel am Strassenrand, in Nachbars Garten oder auf der nächsten Wiese – der Baum kommt immer wieder zurück. 

«Wenn er verblüht ist»

Also geht der SRF-Reporter auf die Strasse und fragt dort die Passanten, was sie mit ihrem Christbaum machen, «wenn er verblüht ist». 

Die Antworten sind äusserst kreativ – ein Baum steht gar als Vogelfutterhalter in Nachbars Garten. «Wissen Sie.»

Maximal 50 Zentimeter

Aber nur eine ist wirklich zielführend. Ein Weltenbürger, der nicht etwa in Züri, sondern in Los Angeles gefeiert hat, hat seinen Baum zerstückelt.

Und das ist dann auch die Lösung für den verzweifelten Herr Schweizer. In Stücke von höchstens 50 Zentimetern muss er seinen ungewollten Tannenbaum schneiden, so lautete die Regel anno dazumal.

Mit Schere und Meter macht er sich ans Werk. Und ist wohl heute noch dran ... (smo)

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