Gansingen

Cheisacherturm wird bald zum neuen Ausflugsziel

Vom neuen Cheisacherturm wird eine wunderbare Rundsicht zu geniessen sein.

Vom neuen Cheisacherturm wird eine wunderbare Rundsicht zu geniessen sein.

Spätestens Anfang Oktober werden die von Schreinerlehrlingen vorgefertigten Bauelemente des Holzturmes mit einem russischen Helikopter auf den Cheisacher geflogen. Die Bauarbeiten für den 24 Meter hohen Cheisacherturm in Gansingen schreiten zügig voran.

Susanne Hörth
Exakt an der Stelle, wo im Gemeindegebiet von Gansingen 1913 ein Vermessungsturm errichtet wurde, entsteht zurzeit wiederum ein solches Bauwerk: der 24 Meter hohe Cheisacherturm, eine filigrane Holzkonstruktion mit mehreren Aussichtsplattformen.

Dank dem grossen Engagement von sieben Männern, der Unterstützung der Gemeinden Gansingen, Laufenburg und Mönthal sowie der Hilfe von Sponsoren befindet sich die nun bereits fünf Jahre dauernde Arbeit für das Turmprojekt inmitten der Realisierungsphase.

Rundsicht in die Alpen, Schwarzwald und Vogesen

Was bezweckt der Trägerverein mit dem Erstellen des Cheisacherturms? Darauf Roger Erdin, Präsident des Vereines: «Die Gründe sind die gleichen wie vor 100 Jahren, als am selben Ort bereits ein Turm für Vermessungs- und Beobachtungszwecke stand. Vom Turm aus hat man eine für die ganze Region einmalige Rundsicht bis in die Alpen, den Schwarzwald und die Vogesen.

Wer den Turm besteigt, dem eröffnet sich aber auch die Sicht in die landschaftliche Vielfalt unserer wunderbaren Region. Nicht umsonst liegt dieses Gebiet in einem Schutzgebiet von nationaler Bedeutung und in einem Naturwaldreservat.»

Vor vier Jahren gingen die Initianten im Rahmen einer Machbarkeitsstudie noch von Kosten in Höhe von rund 500 000 Franken aus. Laut Roger Erdin beziffern sich die Kosten heute auf 600 000 Franken. Das Geld wird zum grössten Teil durch Sponsorenbeiträge von Firmen und Privaten finanziert.

Wie Erdin weiter ausführt, haben die drei Trägergemeinden Gansingen, Mönthal und Laufenburg mit dem Bereitstellen des benötigten Holzes für den Turm einen massgeblichen Beitrag geleistet. Der Kanton Aargau unterstützt das Projekt zudem aus dem Lotteriefonds.

Nicht nur die mittlerweile fertige Betonplattform schafft für den Cheisacherturm eine sichere Verankerung. Von den benötigten 600 000 Franken sind zum heutigen Zeitpunkt bereits rund 520 000 Franken eingegangen. Das entspricht in etwa 87 Prozent der Gesamtkosten. Noch gibt es 25 Treppenstufen à 1000 Franken zu «kaufen». Gesucht wird zudem ein Plattform-Sponsor, Wert: 20 000 Franken.

Elemente kommen im russischen Helikopter angeflogen

In den nächsten Tagen beginnen die Arbeiten am Holzturm bei der Zimmerei Bühlmann in Mönthal. Unter Mithilfe von Lehrlingen von verschiedenen Zimmereibetrieben der Region werden acht Elemente gefertigt. Ein nicht alltägliches Spektakel werden der Transport und das Zusammenfügen der acht Bauelemente sein. Voraussichtlich Ende September oder Anfang Oktober werden die Teile mit einem russischen Doppelrotor-Helikopter auf den Cheisacher geflogen.

Ursprünglich war die Einweihung des Turmes auf Ende Oktober geplant, nimmt Roger Erdin Bezug auf den weiteren Terminplan. «Die Arbeiten am Turm haben sich nun aber verzögert, weil das Baumaterial aufgrund der Baukonjunktur nicht wie geplant geliefert werden konnte. Weil wir keine Risiken eingehen wollen, haben wir den Einweihungstermin nun in die warme Jahreszeit, auf den 30. April 2011, verschoben.»

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