Carmen

«Carmen» sagt «Adios»!

Die schöne Carmen ist den letzten Tod gestorben. In Schinznach-Dorf fand die Derniere der Oper statt – krönender Abschluss einer Erfolgsgeschichte

Es ist aus und vorbei. Nach fast dreijähriger Vorbereitung und zehn Vorstellungen lag Carmen am Sonntagabend ein letztes Mal sterbend in Don Josés Armen. Mit dem Ende des Debut-Projekts der Oper Schenkenberg schliesst sich ein Kapitel, das erfolgreicher kaum hätte sein können: 15200 Besucher aus der ganzen Schweiz und dem Ausland kamen in die Stierkampfarena nach Schinznach-Dorf.

Zusätzliche Plätze geschaffen

Vier Vorstellungen waren restlos ausverkauft, zusätzliche Plätze mussten gar geschaffen werden. Und das, obwohl leichter Regen der Freiluftoper an mehreren Abenden einen Strich durch die Rechnung zu machen drohte. Insgesamt liegt die Auslastung der Oper bei über 94 Prozent – budgetiert waren branchenübliche 65 Prozent.

«Viele kamen spontan vorbei»

«Ein durchschlagender Erfolg, der sämtliche Erwartungen übertrifft», kommentiert Tenor Peter Bernhard, Don José und gleichzeitig Intendant der Oper Schenkenberg. Den Erfolg führt Markus Müller, Medienverantwortlicher der Oper Schenkenberg, nicht zuletzt auf die Mund-zu-Mund-Propaganda zurück: «Man hat uns die Qualität nicht zugetraut. Viele kamen spontan vorbei, um sich nach den guten Kritiken selber ein Urteil zu bilden.»

Gestern hat die Oper Schenkenberg bereits über Ideen für ein neues Projekt diskutiert. Für konkrete Angaben ist es laut Bernhard aber noch zu früh. Sicher ist, dass 2013 ein neues Projekt stattfinden wird. Erste Pläne werden voraussichtlich Ende September vorgestellt. (ksc)

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