Weihnachtsmenü
Caramel mit Salzbrezeli: Wer das wagt, kommt in den Dessert-Himmel

Vierter Teil unserer Weihnachtsmenü-Serie: ein Schicht-Dessert, das so speziell wie lecker schmeckt. Das Sie wunderbar vorbereiten können. Und über das unser Food-Blogger Marco Züger sagt: Kalorien zählen können Sie im nächsten Jahr wieder.

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Eine Warnung vorweg: Wer keinen Zucker in seinem Essen mag, der sollte jetzt nicht weiterlesen.

Food-Blogger spriessen seit Jahren wie Pilze aus dem Boden – doch nur einige von ihnen werden im kulinarischen Online-Dschungel tatsächlich auch beachtet. Marco Züger, 31, ist einer von ihnen. Der Aargauer, der in Widen lebt, postet seit über vier Jahren seine Rezepte im Netz auf «myfoodprints.net». Und die User und Hobby-Köche lesen sie.

Marco Züger ist Gastronomie-Berater in einem Catering-Unternehmen. Auch wenn seine Arbeit bereits viel mit Kulinarik zu tun hat: Wenn er nach Hause kommt, kocht er weiter. Seine Gerichte sind meist selbst ausgetüftelt, er experimentiert, bis es ihm schmeckt.

Marco Zügers Rezepte sind von traditionellen Rezepten inspiriert, mit regionalen Produkten und viel Lebe zum Lebensmittel umgesetzt. Für uns kocht er ein festliches Advents-Menü. 


(Hier gibts mehr zu Marco Züger.) (az)

Dieses wunderbare Schichtdessert setzt jedem gelungenen Weihnachtsmenu die Krone auf: ein Caramel-Apfel-Salzbrezel-Trifle (sprich: «treifl» – englisches Schichtdessert). Zugegeben, Salzbrezel und Apfel klingt erstmal wie Würstchen mit Schlagsahne.

Aber lassen Sie sich nicht täuschen – diese köstliche Kombination aus süssen und salzigen Komponenten bringt die Geschmacksknospen auf Hochtouren. Und das Sahnehäubchen obenauf bildet eine dicke, klebrige Schicht aus zartbitterem Caramel.

Caramel und mich verbindet so etwas wie Liebe. Innige, süsse Liebe. Er klebt in meinem Kopf, wie ein grosses, weiches Bonbon. Wenn ich könnte, würde ich wohl meine Hände mit Caramel waschen.

Video-Serie: 4-Gang-Weihnachtsmenü

Bis Weihnachten präsentieren wir Ihnen jede Woche einen neuen Gang unseres Weichnachtsmenüs – das Dessert ist der letzte. Die Koch-Videos mit Food-Blogger Marco Züger zeigen Ihnen Schritt für Schritt das Rezept zum Nachkochen – und machen gluschtig auf die weihnachtliche Schlemmerei. En Guete!

Caramel braucht Disziplin

Aber Vorsicht: Die Herstellung von Caramel erfordert Übung und Disziplin. Es gibt besten Caramel, guten Caramel und es gibt verbrannten Caramel: Dazwischen liegen jeweils gefühlte drei Sekunden.

Deshalb gilt stets Grundregel Nummer eins: Topf nicht aus den Augen lassen! Wer sich umdreht, hat verloren und die ganze Geschichte wandert in den Müll. Anfängerpech!

Dieser Zucker wirkt wie Medizin

Aber beginnen wir von vorne. Oder besser gesagt: von unten. Die Basis dieses geschichteten Dessert-Trifles ist ein Teigboden aus zerbröselten Salzbrezeln, die im Ofen kurz gebacken werden. Getoppt wird das Ganze mit einer luftigen Creme und mit Calvados flambierten Apfelwürfeln.

Und ganz on top: Caramelsauce. Eine sündhaft gute Versuchung, perfekt für die Festtage. Kalorien zählen kann man schliesslich im neuen Jahr wieder.

Oder wie sang schon Mary Poppins?
Just a spoonful of sugar helps the medicine go down ... in a most delightful way – Ein Löffel Zucker hilft, die Medizin zu schlucken ... auf schönste Art und Weise. Wie recht sie doch hat!

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