Buenos Aires
Büsten, Dolche, Reichsadler: Grösster Fund von Nazi-Krempel in Argentinien

In einem Haus in der Nähe der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires hat die Polizei die bisher grösste Sammlung an Nazi-Devotionalien in dem Land entdeckt. Laut der Nachrichtenagentur AP wurden rund 75 Objekte gefunden – und zwar in einem Raum, der hinter einer Bibliothek verborgen war.

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Unter den Gegenständen waren auch Nazi-Ehrendolche.
11 Bilder
Eine Sanduhr.
Eine Hitlerbüste.
Rund 75 Objekte hat die Polizei im Haus eines Sammlers in einem nördlichen Vorort von Buenos Aires entdeckt.
An einer Medienkonferenz haben die Ermittler den Fund präsentiert.
Die Objekte waren in einem verborgenen Raum versteckt.
Ein medizinisches Gerät, um die Grösse von Schädeln zu messen.
Mundharmonikas mit Nazi-Emblem.
Ein Ehrenkreuz.
Nazi-Fund in Argentinien
Hitlerbüste.

Unter den Gegenständen waren auch Nazi-Ehrendolche.

Natacha Pisarenko

Unter den Gegenständen, die in einem verborgenen Zimmer gehortet wurden, waren eine Adolf-Hitler-Büste, Vergrösserungsgläser in eleganten, mit Hakenkreuzen verzierten Boxen und ein medizinisches Gerät, um die Grösse von Schädeln zu messen.

Von Hitler selbst verwendet

Die Behörden vermuten, dass die Gegenstände früher hochrangigen Nazi-Funktionären gehörten. Von vielen der Gegenstände gebe es auch alte Fotos. «Damit kann nachgewiesen werden, dass sie vom Horror selbst, vom ‹Führer›, verwendet wurden. Auf diese Art und Weise können sie gehandelt werden. Es gibt auch Fotos von Hitler mit den Gegenständen», so die argentinische Innenministerin Patricia Bullrich gegenüber AP.

Die Polizei untersucht derzeit, wie die Gegenstände nach Argentinien kamen. Eine Theorie der Ermittler laute, dass sie von einem hochrangigen Nazi nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes nach Argentinien geschmuggelt wurden.