öffentlicher Verkehr

Busfahren bis um 3 Uhr nachts

Nachtaktiv: In Brugg und den umliegenden Gemeinden können sich Partygänger an Wochenenden auf einen Nachtbus freuen. (Walter Schwager)

Fahrplan

Nachtaktiv: In Brugg und den umliegenden Gemeinden können sich Partygänger an Wochenenden auf einen Nachtbus freuen. (Walter Schwager)

Ab Sonntag haben Passagiere dank verstärkten Taktverbindungen kürzere Wartezeiten Am 13. Dezember ist es so weit: Der öffentliche Verkehr orientiert sich an einem neuen Fahrplan. Auch in den Regionen Baden, Brugg und Zurzach gibt es nennenswerte Änderungen.

Silvan Hartmann und Stefanie Niederhäuser

Das Wichtigste vorweg: Ganz grosse Änderungen wie beispielsweise eine neue Buslinie wird es mit dem Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag, 13. Dezember, nicht geben. Neu wird jedoch die Region Brugg über ein Nachtnetz verfügen und bestehende Linien in der ganzen Region werden mit zusätzlichen Fahrten verstärkt. Am Morgen frühere, am Abend spätere Kurse und einen verkürzten Takt - so sehen die wichtigsten Veränderungen aus.

Brugg begrüsst Nachtangebot

Ein grosser Gewinner ist Brugg mit dem verstärkten Nachtangebot an den Wochenenden. So verkehren jeweils am Samstag und Sonntag auf 3 Linien um 01.45 und 02.45 Uhr Nachtbusse ab Brugg, welche die Nachtschwärmer bequem nach Hause bringen. Das freut Bruggs Stadtammann Rolf Alder: «Ich begrüsse den Entscheid, ab Brugg Nachtbusse einzusetzen, denn das Bedürfnis nach einem solchen Angebot ist in unserer Region vorhanden.» Von den Nachtbussen profitiert jedoch nicht nur Brugg, sondern alle umliegenden Gemeinden.
Ab Brugg verkehren ab dem 13. Dezember nicht nur zusätzliche Nachtbusse, sondern auch das bestehende Netz wird erweitert. Stolze 180 neue Abfahrten verzeichnet die Stadt. «Das macht Brugg noch attraktiver und steigert die Qualität», sagt Alder. Das grossartige Angebot bedeute aber gleichzeitig steigende Kosten. «Für jede Abfahrt zahlt die Standortgemeinde einen bestimmten Betrag.» Somit erhöhen sich Bruggs Abgaben an den öffentlichen Verkehr stark. Alder hofft deshalb, dass «ein Return da sein wird» und sich die Kosten dank hoher Attraktivität wettmachen lassen.

Ebenfalls zu den Gewinnern zählt Mellingen. Das Dorf erhält im Halbstundentakt zwei neue Kurse. Somit verkehren nebst den stündlichen Direktbussen stündlich vier Busse. «Dies ist eine deutliche Angebotsverbesserung, um die die ganze Region froh ist», sagt Ernst Pelloli, Mellingens Gemeindeschreiber.

Oberrohrdorf näher an Zürich

Vor einer wichtigen Änderung steht auch die Gemeinde Oberrohrdorf. Die Schnellbuslinie nach Zürich Enge fährt zu den Stosszeiten bereits ab Oberrohrdorf. Gegenüber anderen Verbindungen reduziert sich die Fahrzeit um rund 15 bis 20 Minuten pro Fahrt. Zudem ist der Reiseweg äusserst bequem, denn das Umsteigen entfällt. Der Gemeinderat hofft nun, dass die Pendler diese neue Möglichkeit zahlreich nutzen werden und somit wesentlich dazu beitragen, dass die Schnellbuslinie ab dem Jahr 2011 ins reguläre Angebot integriert werden kann.

Auf bessere Verbindungen am Morgen dürfen sich Koblenz und die umliegenden Gemeinden freuen. Dadurch werde nicht nur das Angebot erweitert, sondern vor allem auch die Kurse entlastet, sagt Gemeindeschreiber Alfred Frei.

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