Ach, diese Strassenbauer des Kantons! Sie pflastern im Mettmenstetter Weiler Dachlissen eine strassenverengende Halbinsel, die sich wie ein Busen ansieht - und produzieren damit eine gefährliche Verkehrssituation. Wer beispielsweise von Obfelden kommend in Dachlissen in diesem unübersichtlichen Bereich links abbiegt und über die Autobahnbrücke will, muss höllisch auf den mit manchmal mehr als 50 km/ heranbrausenden Gegenverkehr aufpassen.

Der Mettmenstetter Gemeinderat Kurt Schaltegger, besonders erzürnt über diese Verkehrsverengung, intervenierte via Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt - und fand kein «Musikgehör». Dann schaltete er die Presse ein; der «Anzeiger» berichte diesen Sommer über diesen «Busen». «Da kam alles in Fluss», sagt er.

Anlässlich eines Augenscheins vor Ort erkannten auch Vertreter des kantonalen Tiefbauamtes und der Kantonspolizei den Unsinn dieser baulichen Massnahme. Und so wurde der Forderung nach einem Rückbau stattgegeben, ohne die Gemeinde davon offiziell in Kenntnis zu setzen: Der «Busen» verschwindet, die Kosten bleiben...

Vorläufig bleibt auch der gemeinderätliche Ärger in Mettmenstetten über die Absicht des Kantons, diese Hauptstrasse (Mettmenstetten via Dachlissen nach Obfelden) nach Autobahneröffnung zur Nebenstrasse abzuklassieren. Für den Unterhalt müsste demzufolge in Zukunft die Gemeinde aufkommen.

«Diese Strecke ist Bestandteil der vom Regierungsrat im Jahr 2001 festgelegten Route für Schwerverkehr und Ausnahmetransporte des Typs 1, weil das EKZ im Unterwerk Eigi grosse Transformatoren benötigt», erklärte Kurt Schaltegger schon im vergangenen Sommer gegenüber dem «Anzeiger». (-ter.)