Andreas Gross
Bundesrat: SP-Nationalrat Andreas Gross für FDP-Wahl

In der SP mehren sich die Stimmen, die nichts davon halten, der CVP auf Kosten der FDP zu einem zweiten Sitz im Bundesrat zu verhelfen. «Damit würden wir die FDP nur noch mehr in die Arme der SVP treiben», sagt SP-Nationalrat Andreas Gross der Zeitung «Sonntag».

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«Wählen wir einen CVP-Kandidaten, tragen wir zu einer gefährlichen Blockbildung bei. Die Konkordanz kann die SP nur mit der FDP und nicht gegen sie retten.» Auch Genossen aus der Westschweizer stehen der CVP mittlerweile skeptisch gegenüber: «Wir müssen aufpassen, dass die übermütige CVP nicht gegen die Wand fährt, mit der SP im Seitenwagen», sagt ein SP-Nationalrat aus der Romandie.

Auch die Parteispitze rudert zurück - allerdings eher aus taktischen Gründen: Zu sehr war die SP/CVP-Allianz in der öffentlichen Wahrnehmung in den Vordergrund gerückt. SP-Generalsekretär Thomas Christen bringt deshalb in seinen Verlautbarungen gezielt wieder die «Option FDP» ins Spiel. Eine Nebelpetarde. «Sonntag» weiss: die Spitzengenossen favorisieren nach wie vor die Wahl eines CVP-Kandidaten, konkret: die Wahl des Fribourger CVP-Ständerats Urs Schwaller.