Stillstand bedeute Rückschritt, Reformen bedeuteten Veränderung und Bewegung, sagte Burkhalter vor zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft. Die Schweiz sei stärker als manche dächten, wie der OECD-Länderbericht gezeigt habe. Die Solidität der Wirtschaft und die Stabilität der Institutionen hätten sich in der Krise bewährt.

Wir müssten aber aufpassen, dass Stabilität nicht in Paralyse umschlage, sondern als Basis für Reformen genutzt werde. Die Bevölkerung wolle von Politik und Wirtschaft konstruktive Lösungen. Wenn sich aber etwa KMU gegen Grossunternehmen wendeten oder sich Finanzsektor und Realwirtschaft gegenseitig ausspielten, leide die Glaubwürdigkeit.

Es sei jedoch vordringlich, wieder das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen und das Zusammenspiel von politischer und wirtschaftlicher Stabilität zu etablieren. Die Schweiz sei immer dann erfolgreich gewesen, wenn dies gegeben gewesen sei. Dabei sprach Burkhalter auch Kontroversen um die Personenfreizügigkeit mit der EU an.

Die grösste Konsumgüterschau der Schweiz findet zum 94. Mal statt und vereinigt rund 930 Aussteller auf gegen 73'000 Quadratmeter Bruttoausstellungsfläche. Im Zentrum stehen die Bereiche Wohnen, Haushalt, Bauen, Garten, Gesundheit, Sport, Essen und Trinken, Reisen und Kultur, Multimedia und Mode.