Justiz

Bundesgericht geht teilweise auf Rappaz-Rekurs ein

Rappaz: Rekurs teilweise gutgeheissen

Rappaz: Rekurs teilweise gutgeheissen

Das Bundesgericht hat einen Rekurs des Walliser Hanfaktivisten Bernard Rappaz teilweise gutgeheissen. Die Lausanner Richter bestätigten zwar die Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 8 Monaten, beurteilten die Geldforderung von 220 000 Franken aber als zu hoch.

Dies teilten Rappaz' Anwalt, Frédéric Pitteloud, und das Walliser Kantonsgericht mit. Die Walliser Richter müssen demnach die Causa Rappaz in der Frage der Geldforderung neu beurteilen.

Laut Pitteloud kritisierte das Bundesgericht, dass das Kantonsgericht nicht geprüft habe, ob Rappaz die Ersatzforderung von 220 000 Franken überhaupt bezahlen könne. Zudem hätten die Walliser nicht geklärt, ob die Höhe dieser Forderung, die Wiedereingliederung von Rappaz in die Gesellschaft nicht behindere.

Gleichzeitig bestätigte das Bundesgericht die von der ersten Instanz gefällten und von der zweiten Instanz am 22. Oktober 2008 bestätigten Schuldsprüche.

Sie hatten Rappaz wegen einfacher Körperverletzung, ungetreuer Geschäftsbesorgung und Geldwäscherei verurteilt. Zudem hatte er das Betäubungsmittelgesetz verletzt und das Strassenverkehrsgesetz und sozialversicherungsrechliche Vorschriften verstossen.

Rappaz hatte laut Kantonsgerichtsurteil zwischen 1997 und 2001 auf mindestens 30 Hektaren Hanf für den Verkauf als Rauschmittel angebaut.

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