Andreas Toggweiler

Diesen Entscheid hat das Departement am Montag gefällt, wie Uvek-Sprecher Daniel Bach auf Anfrage sagte. Es hatte über eine Beschwerde des Schweizer Heimatschutzes (SHS) gegen das Bundesamt für Verkehr (BAV) zu befinden. Dieser hatte im Dezember gerügt, das Bundesamt sei befangen und dürfe deshalb das Konzessions- und Plangenehmigungsverfahren für den geplanten Ersatz der inzwischen stillgelegten Weissensteinbahn nicht weiter bearbeiten. Das BAV hatte nämlich schon im Vorfeld relativ klar durchblicken lassen, dass es für die alte Bahn keine Konzession mehr gibt.

SHS wusste noch nichts

Das BAV hatte in der Folge das Verfahren aus eigener Initiative sistiert, bis das Departement über das Ausstandsbegehren entschieden hat. Am Montag war es so weit: Laut Uvek-Sprecher Daniel Bach ist der Heimatschutz mit seinem Begehren abgeblitzt. Während das BAV gestern im Besitz der departementalen Verfügung war, konnte der Heimatschutz deren Eingang noch nicht bestätigen. SHS-Geschäftsführer Adrian Schmid wollte sich deshalb nicht darüber äussern, ob der Heimatschutz die Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht anficht. Dazu hätte er 30 Tage Zeit. Auch über die Begründung der Verfügung war bis anhin nichts zu erfahren. Weder das BAV noch das Uvek wollen diese öffentlich machen.

Weiterzug möglich

Die Verfahrensarbeiten würden nach Ablauf der Frist für den Weiterzug wieder aufgenommen, sagte BAV-Sprecher Gregor Saladin. Wie lange diese dauern werden, darüber konnte er keine Angaben machen.

Der Verein Pro Sesseli, dem nach eigenen Angaben über 1000 Mitglieder angehören, ist in der Zwischenzeit weiter aktiv. Anfangs März ist die zweite «Sesseli-Zeitung» erschienen, unter anderem mit einem Bericht über eine historische Seilbahn in Barcelona, die seit 1931 eine Touristenattraktion ist. Zudem werden erneut die Mitglieder einer prominent besetzten Stiftung «Historische Seilbahn Weissenstein» vorgestellt, die im vergangenen Juni an die Öffentlichkeit trat, mit dem Ziel, die Weissensteinbahn zu kaufen. Sie hat seither aber nicht mehr von sich reden gemacht. Demnächst wird vom Bundesrat ein Entscheid über die Änderung des kantonalen Richtplans im Gebiet Weissenstein erwartet.