Claudia Landolt/PD

Es war der Organist, der am Dienstagvormittag entdeckte, das bei der grossen Orgel auf der Empore der refomierten Kirche Buchs verschiedene Flöten, Pfeifen und Trompeten nicht mehr funktionierten. Der Sigrist Urs Wieland alarmierte daraufhin die Polizei. Auf Anfrage von a-z.ch rekonstruiert er das Verbrechen: «Die Täter sind in die unverschlossene Kirche eingedrungen und verschafften sich gewaltsam Zugang zur Orgel. Danach haben sie verschiedene Flöten ausgerissen, mechanisch verschoben, beschädigt liegengelassen und mehrere Trompeten beschädigt.»

Bei der Orgel handelt es sich um eine Metzler-Orgel, die in traditionellen Schweizer Handwerk gefertigt wurde und aus dem Jahr 1951 stammt. Sie befindet sich in der Kirche Buchs auf einer Empore und ist zusätzlich mit einer Gittertür gesichert. Gewaltsamen Zugang zur der sich auf vier Metern Höhe befindenden Orgel kann man sich laut Wieland nur verschaffen, indem man entweder über das Gitter klettert oder Kirchenbänke als Leitern benütze.

Es handelt sich hierbei um einen puren Akt des Vandalismus, bestätigt am Donnerstag die Kantonspolizei. Ein Motiv ist allerdings nicht erkennbar. Auch liegen bislang keine Anhaltspunkte über die Täterschaft vor. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken. Angaben zum Deliktsbetrag können derzeit noch nicht gemacht werden. Nach Angaben der Kirche Buchs wird der Organist am Freitagmorgen einen Augenschein nehmen. Erst danach seien die Bezifferung des eigentlichen Schaden sowie die Dauer der Reparatur möglich.

In der Kirche Buchs ist man konsterniert und enttäuscht. Von eigentlichen vandalistischen Aktionen sei man bisher verschont geblieben, obgleich es dann und wann schon vorgekommen sei, dass Leute ihr «Mittagessen von Mc Donals bei uns eingenommen und danach den Aball liegengelassen» hätten, oder Kerzen entfernt worden seien, wie Sigrist urs Wieland berichtet.

Die Kirche Buchs bleibt für die kommenden Tage geschlossen. Die geplanten Gottesdienste finden gemäss Programmstatt, der nächste ist am Wochenende vom 3./4. Oktober. Die Orgel sei bespielbar, sagt Urs Wieland. «Zwei von 48 Orgelregistern sind ncith brauchbar. Also muss das Repertorie entsprechend geändert werden.»

Die Kantonspolizei in Aarau (Telefon 062 836 55 55) nimmt Hinweise zur Täterschaft entgegen.