Brrrrrhhh - auch Tiere haben im Winter kalt

Während der Mensch sich im Winter an Heizköpern wärmt, müssen sich die Tiere selber helfen. Zahlreiche Tiere kümmeren Schnee und Kälte allerdings wenig, wie die Bilder von Walter Schwager zeigen.

Brotkrümel hier und Sonnenblumenkerne da. Wir spenden gern für einheimische Tiere. Und spüren dabei tiefes Mitleid für die obdachlose Tierwelt, die tagein, tagaus in der winterlichen Kälte durch Flur und Hain trottet.

Was beim wenig bis unbehaarten Homo sapiens Hühnerhaut verursacht, entlockt dem tierischen Gegenüber höchstens ein kühles Lächeln: Winter, Kälte, Eis und Schnee können ihnen nichts anhaben.

«Wir hatten hier in der Region lange keinen strengen Winter mehr. Darum muss das Wild auch nicht gefüttert werden», sagt der Jagdaufseher Max Schmid aus Veltheim. Den Rehen gehe es gut, sie seien es ja gewohnt, draussen zu sein. Für die Futtersuche scharren sie einfach den Boden auf. «Wenn es aber viel Schnee hat, dann haben sie Mühe beim Laufen», sagt der 67-Jährige. «Für uns ist es aber gut, da man von den Rehen, den Füchsen, Wildsäuen und Hasen Spuren im Schnee sieht.»

Doch was, wenn statt eines Pelzmantels nur ein Federkleid vorhanden ist? «Im Winter hat es Hunderttausende Wasservögel mehr bei uns», sagt Susanna Comenda, Feldornithologin und Teil des Vorstandes von Bird Life Aargau. Die Vögel kommen aus Nordeuropa, einige gar vom Uralgebiet. «Denn hier sind die Gewässer selten gefroren und die Futterverhältnisse gut.» So auch diesen Winter. Dennoch würden die Tiere unnötigerweise gefüttert. (cru)

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