Britischer Staat übernimmt Mehrheit an Bankengruppe Lloyds

Staat übernimmt Mehrheit bei Lloyds

Staat übernimmt Mehrheit bei Lloyds

Der britische Staat übernimmt die Mehrheit an der Bankengruppe Lloyds. Die Regierung werde faule Papiere im Wert von 260 Milliarden Pfund (427 Mrd. Franken) versichern, teilte das Finanzministerium in London mit.

Im Gegenzug erhöhe sich der Anteil an der Bankengruppe von 43 auf 65 Prozent - zusammen mit nicht stimmberechtigten Aktien steigt der Anteil auf 77 Prozent. Die Bank werde sich dagegen verpflichten, über die kommenden zwei Jahre Kredite im Wert von mindestens 28 Milliarden Pfund bereitzustellen, hiess es in der Mitteilung.

Die Bankengruppe war im vergangenen Herbst aus der Notfusion von Lloyds TSB und der Halifax Bank of Scotland (HBOS) entstanden. Die Übernahme der Krisenbank HBOS hatte der Bankengruppe einen Milliardenverlust beschert.

Die Versicherung der Wertpapiere wird durch ein zweites staatliches Rettungspaket für die Bankenlandschaft ermöglicht. Als erstes britisches Kreditinstitut hatte die Royal Bank of Scotland (RBS) ihre "toxischen Wertpapiere" im Volumen von 325 Milliarden Pfund versichert.

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